Der TSV Bösingfeld plant perspektivisch und dynamisch

Extertal-Bösingfeld (ar). Stringent leitete der 1. Vorsitzende Carlo Eggers die Jahreshauptversammlung des zweitgrößten Sportvereins in Lippe, TSV Bösingfeld, war doch in der Gaststätte „Adria Grill“ eine umfangreiche Tagesordnung zu bewältigen. Dabei waren weniger die „normalen“ Punkte zeitraubend als eher die geplante Verschmelzung des Tennis-Clubs Extertal mit dem TSV, die für viele Mitglieder einen gewissen Klärungsbedarf mit sich brachte.

Das Jahr 2018 setzte die Erfolgsgeschichte des Vereins fort, wurde doch die neue Geschäftsstelle im alten „Ihr Platz“ nach Aus- und Umbau in Betrieb genommen. Passenderweise änderte man den Namen umgehend in „Unser Platz“ und hat nun genügend Raum für die Geschäftsstellenbesetzung, für die Bufdis sowie für kleinere Besprechungen. Dass zusätzlich ein Kursraum hinzukam, freute Eggers ganz besonders, denn dieser zeigt bereits im ersten Jahr eine derartige Auslastung, dass man bald schon über einen zweiten Raum nachdenken könnte, so der Vorsitzende.

Dann richtete er den Blick auf das laufende Jahr, in welchem der TSV Bösingfeld immerhin schon 111 Jahre besteht und in dem man sich so einiges vorgenommen hat. Da ist zuerst die große Sportgala am 9. März, bei der sich der TSV spektakulär präsentieren und seine ganze Leistungsfähigkeit demonstrieren will. Man hofft „auf eine volle Hütte.“

Nachdem im Januar fast 40 Übungsleiter, Abteilungsleiter und Mitglieder des Vorstands ein tolles Wochenende mit Sport, struktureller Vereinsarbeit und Geselligkeit in der Sportschule Hachem verbrachten, kündigte Carlo Eggers an, in zwei Jahren wieder eine solche Fahrt zu organisieren. Mit besonderen Stolz verkündete er, dass es gelungen sei, am 25. und 26. Mai eine Deutsche Meisterschaft der Landesverbände im Trampolin nach Bösingfeld zu holen. Natürlich hofft der Vorstand dazu auf ein reges Interesse, denn ein solches Highlight kommt nicht allzu oft vor. Das Interesse sollte sich ebenso auf den Brunnenlauf richten, der wie gewohnt am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, stattfinden wird.

Breiten Raum nahm das Thema „Verschmelzung mit dem Tennis-Club“ ein. Viele Fragen wurden dazu gestellt und von Eggers gut informiert und souverän beantwortet. So bringt der Tennis-Club einige Barmittel mit, und die Mitglieder werden automatisch Mitglieder im TSV, was ohnehin schon bei etwa 50 Prozent der Fall ist. „Wir wollen es möglichst vielen Mitgliedern ermöglichen, Tennis zu spielen,“ betonte Eggers und verwies auf die niedrigen Platzgebühren. Diese kämen dadurch zustande, dass man für den Betrieb keinen Übungsleiter beschäftigen müsse, doch werde die Erhaltung von Bodengranulat oder Netzen durch Zusatz- oder Mitgliedsbeiträge finanziert.

Etwas Besonderes plant der Verein mit dem Vereinsheim des Tennis-Clubs. Dort soll mit Leader-Zuschüssen ein Generationentreffpunkt initiiert werden, der für die Bürger, andere Vereine, Schulen und Kindergärten nutzbar sein soll. „Wir machen das ganze Projekt für die Jugend,“ erläuterte die stellvertretende Vorsitzende Ricarda Kuhfuß, „alle sollen davon profitieren, denn wir sind ein gemeinnütziger Verein.“

Von zahlreichen Ehrungen konnte Carlo Eggers mangels Anwesenheit nur einige durchführen, doch ein Höhepunkt war sicherlich die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft an Edith Schäfer und den abwesenden Ernst-August Köstering. 40 Jahre im Verein sind Monika Grotius, Irmgard Puchalski, Kerstin Schmidt und Thomas Dreier. Auf 50 Jahre Mitgliedschaft kommen Christa Brand, Edith Haustätter, Annelore Heitkamp, Helga Herbeck, Ursula Holzkamp, Ulf Lücke, Irmgard Milewski, Ulrich Müller, Katja Eggers, Günter Scheiper, Dieter Hillienhoff, Ralf Kuhfuß, Rüdiger Höltke und Inge Kirchner. 55 Jahre ist Erika Ridderbusch im Verein und sogar 60 Jahre Volker Hoffmeister und Friedrich Peiner.

Die Sonderseiten zum 111-jährigen Bestehen des TSV Bösingfeld gibt es auf den Seiten 8, 9 u. 10