„Das Schiff Feuerwehr befindet sich in ruhigem Fahrwasser“

Extertal (ar). Mit Zufriedenheit konnte Mike Bartels, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Extertal, bei der Jahreshauptversammlung in der Gaststätte „Haus Breiding“ in seiner Begrüßung auf das Jahr 2018 zurückblicken. „Das Schiff Feuerwehr befindet sich in ruhigem Fahrwasser,“ befand er und attestierte der Verwaltung eine sehr gute Zusammenarbeit mit der Feuerwehr.

Den positiven Auftakt setzte der stellvertretende Wehrführer Robin Brand eloquent mit dem Tätigkeitsbericht fort. Danach hat die Freiwillige Feuerwehr Extertal in ihrem Mitgliederbestand innerhalb eines Jahres um acht Personen zugelegt und umfasst nunmehr 230 männliche und 64 weibliche Mitglieder. Ein geringes Manko ist dabei, dass sich die Zahl der in der Einsatzabteilung Tätigen um fünf verringert hat, womit dort 137 männliche und 29 weibliche Kräfte zur Verfügung stehen. Da kann man hoffen, dass sich die hervorragende Kinder- und Jugendarbeit auszahlt, denn an der Nachwuchsbasis ist die Mitgliederentwicklung als ausgesprochen gut zu bezeichnen. So stieg das Volumen der Jugendfeuerwehr von 38 auf 45 und das der Kinderfeuerwehr von 16 auf 25 Mitglieder, was für die Einsatzabteilung die berechtigte Hoffnung auf Nachrücker nährt.

Die Unterstützungsabteilung steigerte ihre Mitgliederzahl um 50 Prozent von zwei auf drei, nur die Ehrenabteilung musste einen Schwund von vier Kameraden hinnehmen. Mag die personelle Entwicklung also unter dem Strich positiv sein, waren die Einsatzaktivitäten doch recht ambivalent im Vergleich zum Vorjahr.

Bemerkenswert ist, dass sich die Anzahl der Einsätze insgesamt um 33 verringerte, jedoch die geleisteten Stunden nur unwesentlich auf 4.041 abnahm. Dabei nahmen die Brandeinsätze um 13 auf 33 zu, wobei 741 Feuerwehrleute zum Einsatz kamen. Es musste weniger technische Hilfe geleistet werden als im Jahr 2018.

Zu diesem beachtlichen Aufwand müssen zudem die Zeiten für Lehrgänge und Seminare hinzugerechnet werden, mit denen die Wehr ihr hohes Ausbildungsniveau erhält. Da addierten sich Zeiten für Erste-Hilfe-Kurse, Absolvierung der Ausbildungsstufen A, B und C, Lehrgänge und Seminare IdF sowie Seminare beim VdF NRW auf stolze 2.442 Stunden. Rechnet man dann noch die „gewöhnlichen Dienste“ wie Unterrichte, Übungen, Brandschutzerziehung, Atemschutzstrecke und BSA dazu, schlagen nochmals 5.810 Stunden zu Buche.

Alles in allem ein Aufwand, dem höchste Anerkennung gezollt werden muss. Mit viel Kreativität und spannenden Aktivitäten hatten Kinder- und Jugendfeuerwehr ihre Mitglieder beschäftigt, ausgebildet und bei der Stange gehalten, und sogar die kleinste Einsatzabteilung, die Puppenbühne, konnte mit 4.454 Stunden Einsatz bei Auftritten und Übungsnachmittagen ein starkes Jahr verzeichnen.

Mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Silber für 25-jährige Zugehörigkeit wurden Andreas Lecker, Bremke, und Benjamin Rehme, Linderhofe, ausgezeichnet. Für 35 Jahre erhielten Ralf Kuhlmann, Bremke, und Wilfried Fandrich, Linderhofe, das Feuerwehrehrenzeichen in Gold.

Befördert wurden zum Feuerwehrmann beziehungsweise zur Feuerwehrfrau Annalena Gläsing, Bösingfeld, Dirk Wittland, Lassbruch, und Felix Knauer sowie Hendrik Richard, beide Linderhofe. Zum Oberfeuerwehrmann rückte Fabian Stellmacher, Bösingfeld, auf.

Unterbrandmeister/-in wurden Pascal Zoyke, Steve Braun und Tim Frevert aus Almena, Ann-Kathrin Knoke, Marcel Neumann und Sascha Kuhfuß, alle Bösingfeld. Zu Brandmeistern wurden Konstantin Middendorf und Sebastian Taron, beide Almena, befördert und zu Oberbrandmeistern Christian Wegener, Bösingfeld, und Michael Little, Linderhofe.

Die Beförderung zum Hauptbrandmeister erhielt Andre Depping, Bremke, und die zum Brandinspektor Frederik Lehmeier, Bösingfeld.

Gleich zwei Beförderungen konnte Robin Brand, Silixen, entgegennehmen, nämlich die zum Brandoberinspektor und gleichzeitig zum Gemeindebrandinspektor.