Neue Rettungswache für Hohenhausen - Spielplatz soll weichen

Kalletal-Hohenhausen (fmt). Der Leiter des Bevölkerungsschutzes des Kreise Lippe, Meinolf Haase, informierte jetzt auf der Ratssitzung darüber, dass der Kreis eine neue Rettungswache für das Kalletal plant. Als günstigsten Standort habe ein Gutachten den Spielplatz an der Rintelner Straße, gegenüber dem Bullerbusch festgelegt. Mittel für den Neubau werden laut seiner Aussage ab dem Jahr 2020 in Haushalt des Kreises Lippe zur Verfügung stehen. Ab 2021 soll mit dem Neubau begonnen werden.

Die alte Rettungswache, so Meinolf Hasse, sei zuletzt in Jahr 2004 modernisiert worden und entspräche nicht mehr den derzeitigen Anforderungen an Hygiene. Hinzu komme, dass auch der Sanitärbereich den Umständen angepasst werden müsse, dass immer mehr Frauen im Rettungsdienst tätig sind. Im Kalletal, so der Leiter des Bevölkerungsschutzes, seien derzeit zehn von 211 Mitarbeitern im Rettungsdienst des Kreises tätig. „Neue Wachen, wie etwas in Lemgo oder Augustdorf werden heute so geplant, dass es ein zweites Tor gibt. Dieser Platz wird zur Desinfektion des Fahrzeuges nach einem Einsatz gebraucht“, sagte Haase.

Nach seinen Aussagen sei die Verlegung des Standortes der Rettungswache auch nötig, um im Zusammenspiel mit den anderen Standorten im Extertal und Lemgo die flächendeckenden, schnellen Einsatzmöglichkeiten aufrecht zu erhalten.

Der Kreis unterhält derzeit 14 Rettungswachen. 35 Fahrzeuge sind täglich im Kreisgebiet im Einsatz. In den letzten 15 Jahren hätten die Einsätze deutlich zugenommen. Dies, so Meinolf Hasse, läge am demografischen Wandel, aber auch daran, dass immer mehr Menschen auch für Nichtnotfälle den Rettungswagen anforderten. In diesem Zusammenhang appellierte er nochmals außerhalb der Sprechzeiten der Hausärzte für solche Fälle die Notrufnummer 116 oder 117 zu wählen. Das sind die Rufnummern des ärztlichen Notfalldienstes.

Auf die Frage aus dem Rat heraus, was denn mit dem Spielplatz passiere, wenn dort eine neue Rettungswache gebaut wird, sagt der Verantwortliche Kreismitarbeiter, dass sei dann Sache der Gemeinde hier etwas anderes zu finden.