Letzte Ausfahrt für das Einsatzfahrzeug

Kalletal-Stemmen (fmt). Vor ein paar Tagen trafen sich Vertreter des Rates, der Bezirksregierung, Architekten, Vertreter der AWO und der Löschgruppe Stemmen auf Einladung des Bürgermeisters, um den Abriss des alten Gerätehauses zum Anlass zu nehmen, den bisherigen Ablauf Revue passieren zu lassen und einen Ausblick auf das Kommende zu geben.

Durch das Dorferneuerungsprogramm 2018 des Landes Nordrhein-Westfalen wird der Abriss von Bausubstanz im Innenbereich unter Maßgabe besonderer siedlungsstruktureller oder entwicklungsplanerischer Gründen gefördert.

Hiervon profitierte auch die Gemeinde Kalletal. Mit entsprechendem Zuwendungsbescheid aus Dezember 2018 erhielt die Gemeinde Kalletal für das Projekt „Multifunktionshaus“ als eine der ersten Kommunen in NRW über die Bezirksregierung Detmold eine finanzielle Unterstützung in Höhe von rund 75000 Euro durch das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung.

Der Abriss des alten Gerätehauses der Löschgruppe Stemmen ist der Startschuss zum Neubau des geplanten Multifunktionshauses im Ortsteil. Das neue Haus soll dann gemeinsam von der Löschgruppe und der AWO genutzt werden.

Durch den tatkräftigen Einsatz ehrenamtlicher Helfer der Löschgruppe sowie der AWO wurde das Gebäude schnell freigeräumt. Die Löschgruppe Stemmen ist übergangsweise bis zur Fertigstellung des Gesamtprojektes in eine benachbarte Halle umgezogen.

Bürgermeister Mario Hecker bedankte sich bei allen Beteiligten und wies noch einmal darauf hin, dass die AWO ihr angrenzendes Gebäude samt Grundstück kostenfrei an die Gemeinde übertragen hat. „Ohne die gute Zusammenarbeit wäre das sonst hier nicht zustande gekommen“, sagt er.

Andrea Klädtke von der Bezirksregierung sagte, es sei das erste Mal, dass das Programm zum Abriss in Anspruch genommen wurde, der Zustand des Gebäudes aber keinen anderen Schluss zuließ.

Heinrich Wischnewski, Vorsitzender des AWO-Ortsverbandes, betonte, dass man hier im alten Haus 27 Jahre gelebt habe, die Lösung nun aber auch aus finanzieller Sicht der AWO die richtige sei.

Wehrführer Udo Knaup freute sich über den Neubau und sagte, dass gerade die Löschgruppe in Stemmen mit einem großen Gefahrenpotential lebe. „Weserfeizeitzentrum, das Schloss und die Senioreneinrichtungen sind hier die Gefahrenherde. Da ist ein neues Gerätehaus sehr wichtig für den möglichen reibungslosen Einsatz“, sagte er.

Rolf Böckstiegel wies darauf hin, dass die Löschgruppe jetzt schon 46 Jahre hier untergebracht war und er sogar noch in dem Gebäude zur Schule gegangen war.

Jetzt startet der Abriss des alten Gebäudes. Nach den Vorgaben des Förderbeschlusses muss er bis Ende Juni abgeschlossen sein.