Bedeutender Sohn des Fleckens Alverdissen wird geehrt

Barntrup-Alverdissen (red). Kürzlich wurde das vor 18 Jahren gegründete Heimatmuseum in Alverdissen um ein nicht alltägliches Exponat erweitert. Bevor auf dem Gelände des Sängerbrunnens an der Schloßstraße ein Gedenkstein zu Ehren des in Alverdissen im Jahre 1828 geborenen Komponisten und bedeutenden Musikexperten Ludwig Deppe enthüllt wurde, fand in der Alverdisser Kirche ein Festakt statt, in dem der Gründer des Heimatmuseums, Helmut Welsch, über das Lebenswerk des Ludwig Deppe informierte.

Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von Turmbläsern des Lipperland Orchesters und dem Männergesangverein „Liederfreund“ Alverdissen.

Neben Komponisten bedeutender Chorwerke, wie der Ouvertüre zu Schillers „Don Carlos“ und Körners „Zriny“, machte der Geehrte sich vor allem als Gründer der Hamburger Musikakademie, als Musikalischer Leiter der „Königlichen Oper“ Berlin und nicht zuletzt als Dirigent im kaiserlichen Opernhaus in St. Petersburg einen Namen. Die Gäste erfuhren außerdem, dass der geehrte Ludwig Deppe mit Johannes Brahms studierte und beide lebenslang befreundet waren. Verstorben ist Ludwig Deppe im Jahre 1890 in Bad Pyrmont.

Nach Grußworten des Bürgermeisters Jürgen Schell wurde die Enthüllung der Gedenktafel vom Leiter des Heimatmuseums Bernd Tünnermann und des Ehrengastes Professor Piotr Oczkowski von der Hochschule für Musik in Detmold vorgenommen.

Bürgermeister Schell lobt das Engagement des Heimatvereines und freut sich, dass Barntrup so viele Schätze zu bieten hat.

Die Ehrung des berühmten Sohnes des Fleckens Alverdissen endete mit dem Beifall zahlreicher Besucher.