LEADER-Region wirbt 100.000 € zusätzliche Fördergelder ein

Nordlippe (nl/red). Die Lokale Aktionsgruppe Nordlippe e. V., die unter anderem die LEADER-Projekte in der Stadt Barntrup und den Gemeinden Dörentrup, Extertal und Kalletal koordiniert und betreut, ist bei der Einwerbung von zusätzlichen Fördergeldern erfolgreich gewesen.

Das Land Nordrhein-Westfalen hat in den letzten Tagen die Förderung eines Regionalbudgets für die Region Nordlippe bewilligt. Das Regionalbudget setzt sich aus 100.000 Euro Förderung des Landes NRW und 11.111,11 Euro Eigenmittel des Vereins zusammen und hat damit einen Umfang von 111.111,11 Euro. Die Mittel stehen in der Region Nordlippe ab sofort bis zum Ende dieses Jahres zur Verfügung.

„Mit dem Regionalbudget haben wir eine neue und innovative Fördermöglichkeit für den ländlichen Raum, die es ermöglicht, Projekte vor Ort zu unterstützen“, betont Friedrich Ehlert, Vorsitzender der LAG Nordlippe e. V..

Die Gelder stehen für die Umsetzung von Projekten zur Verfügung, die den ländlichen Raum nachhaltig stärken sollen. Als Grundlage dienen die Förderbereiche, die die Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz formuliert.

Die Förderbereiche sind im Einzelnen:

• Pläne für die Entwicklung ländlicher Gemeinden

• Dorfentwicklung

• dem ländlichen Charakter angepasste Infrastrukturmaßnahmen

• Neuordnung ländlicher Grundbesitz und Gestaltung des ländlichen Raums

• Breitbandversorgung ländlicher Raum

• Kleinstunternehmen der Grundversorgung

• Einrichtung für lokale Basisdienstleistungen

Im Rahmen des Regionalbudgets können Projekte mit 80 Prozent gefördert werden. Die max. Förderhöhe beträgt 16.000 Euro pro Projekt.

„Wir freuen uns, dass sich durch die Förderung eines Regionalbudgets eine zusätzliche Fördermöglichkeit für die Region eröffnet“, zeigen sich die Bürgermeister der nordlippischen Kommunen Monika Rehmert (Extertal), Jürgen Schell (Barntrup), Friedrich Ehlert (Dörentrup) und Mario Hecker (Kalletal) zufrieden.

Durch das Regionalbudget liegt nun aber eine große Aufgabe vor der Region Nordlippe und dem für die Umsetzung zuständigen Regionalmanagement. Die LAG Nordlippe e. V. übernimmt im Rahmen des Regionalbudgets für die Projekte alle Aufgaben der Bewilligungsbehörde. Anträge werden also final bei der LAG Nordlippe e. V. gestellt. Die Prüfung, Bewertung und Entscheidung liegt beim erweiterten Vorstand des Vereins, der das Projektauswahlgremium bildet.

Das bedeutet im Vergleich zu klassischen LEADER-Projekten, dass nach einer positiven Projektentscheidung der LAG Nordlippe e. V. eine formelle Beantragung bei der Bezirksregierung Detmold nicht mehr notwendig ist. Durch diese Organisation soll eine möglichst unbürokratische Umsetzung von Projekten vor Ort gewährleistet werden.

Der erweiterte Vorstand der LAG Nordlippe e.V. wird nach den Sommerferien in NRW über die entsprechende Förderung entscheiden. Dann kann und muss alles schnell gehen, denn die Gelder stehen „nur“ bis zum Ende dieses Jahres zur Verfügung.

„Wir haben mit dem Regionalbudget jetzt eine äußerst attraktive Fördermöglichkeit für die ländliche Entwicklung, die aufgrund der Vorgaben möglichst unbürokratisch gestaltet ist. Die Gelder stehen kurzfristig zur Verfügung. Das bedeutet aber auch, dass es vor Ort schnelle Entscheidungen über Projekte geben muss und die Umsetzung zeitnah erfolgt“, fasst Borris Ortmeier, Regionalmanager der Region Nordlippe, die Herausforderungen der kommenden Wochen und Monate zusammen.

Alle Vereine, Gruppen, Initiativen und Personen mit Projektideen, die in die beschriebenen Förderbereiche der GAK passen, können ihre Projektvorschläge mit einer Kostenberechnung bis zum 7. August 2019 an das Regionalmanagement der LAG Nordlippe e.V., Energiepark 2, 32694 Dörentrup oder per E-Mail an info@nordlippe.net senden. Antragsmuster und weitere Informationen sind auf der Internetseite der Region www.nordlippe.net zu finden.

Bei allen Fragen rund um das neue Regionalbudget für die Region Nordlippe steht das Regionalmanagement der Region allen Interessierten gerne zur Verfügung.