Wand leuchtet in Limettengrün

Bösingfeld. Limettengrüne Wandplatten in der MINT-Werkstatt für Entdeckungen: Dem Betrachter mag der Raum für Metallarbeiten, in den der rostige Kessel der historischen Dampflok „Lipperland“ hineinragt, nun überraschend bunt und modern wirken. „Die Wandverkleidung hilft uns beim Verlegen von Leitungen für Strom und Licht“, erläutert Ideengeber und Innenarchitekt Thorsten Försterling für das Büro alberts.architekten. „Außerdem können die jugendlichen Teilnehmer unserer Kurse unmittelbar erkennen, wo sich ihr Werkbereich in der Werkstatt der Verkehrsbetriebe Extertal (VBE) befindet“, beschreibt der 53-Jährige, der sich seit über zehn Jahren ehrenamtlich bei der Landeseisenbahn Lippe (LEL) engagiert.

Die Osthushenrich-Stiftung fördert die „Werkstatt der Entdeckungen“ mit 4000 Euro für den Tischler-Workshop und das Material für die Wandverkleidung. Dank einer Spende der Osthushenrich-Stiftung konnte der Workshop realisiert sowie die dafür benötigten Wandplatten besorgt werden“, freut sich LEL-Projektkoordinator Jochen Brunsiek. Die Stiftung aus Gütersloh hat vormals bereits bei der Beschaffung von Werkbänken, Spinden und Werkzeug geholfen. „Wir fördern die Bildung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen in Ostwestfalen-Lippe“, erläutert Dr. Burghard Lehmann, Geschäftsführer der Osthushenrich-Stiftung. „Mit dem Gesamtbetrag in Höhe von 4000 Euro unterstützen wir sehr gerne die Durchführung dieser Bildungs-, und Qualifizierungsmaßnahmen in der MINT-Werkstatt“, fährt Dr. Lehmann fort. „MINT“,das sind die Schulfächer im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.

In der Schlosserei des Jugendvollzugs der JVA-Herford wurden zudem die Elemente der Trennwand, die die Werkstatt der Entdeckungen der LEL von der VBE-Werkstatt abtrennt, hergestellt. „Für die LEL fallen nur Materialkosten an“, überbringt JVA-Betriebsinspektor Lars Schuhmacher weitere gute Nachrichten. Schumacher und sein Team haben sogleich auch die Montage vorgenommen. VBE-Geschäftsführer Sven Oehlmann ist begeistert: „Aus Gründen der Sicherheit an den Arbeitsplätzen wurden die Bereiche innerhalb der VBE-Werkstatt geteilt“, beschreibt Sven Oehlmann die Maßnahmen und die „LEL und VBE arbeiten weiterhin zusammen an den gemeinsamen Projekten.“

Nachdem sich die LEL seit seiner Gründung 1985 immer wieder Gedanken über den Bau einer eigenen Lok- und Werkstatthalle gemacht hat, entschieden sich die Vereinsverantwortlichen dann im Jahr 2016, die Planungen zum Umbau der Lokhalle in Bösingfeld voranzutreiben. Die VBE stellte der LEL hierfür eine weitere Fläche in der großen Werkstatthalle zur Verfügung. „Im nächsten Schritt soll baldmöglichst ein Bereich der Lokhalle gefliest und die dortigen Gleiszwischenräume der Grube mit Gitterrosten abgedeckt werden“, erklärt Försterling. Dann fehlt nur noch eine Treppenanlage. Hierfür gehen die Projektverantwortlichen von rund 6000 Euro aus.