Die Rettung kam einst aus Alverdissen

Barntrup. Als 1989 die Schießsportgruppe in Alverdissen ins Leben gerufen wurde, dachte keiner daran, welche Bereicherung dieser Zweig für die Reha-Sportgemeinschaft Barntrup e.V. mal sein würde. Heinz Quast und Erwin Meyer haben die Schießsportgruppe abwechselnd mittwochs übernommen. Sie haben gewissermaßen den Aufbau der Gruppe durchgeführt. Zu den damaligen Zeiten hatte der Reha-Sport bei weitem nicht die Bedeutung und den Stellenwert wie heute. Damals war er mehr an den Versehrtensport angegliedert. Erst heute hat man sich schon lange von diesen Begriffen verabschiedet und die wahre Bedeutung des Reha-Sports und seiner Prävention erkannt.

1995 schied Heinz Quast aus, da er die Hockergymnastik mittwochs in der Holstenkamphalle in Barntrup übernommen hatte. Aus privaten Gründen zog sich Erwin Meyer 1999 komplett aus dem Schießsport zurück. Die Gruppe schien schon zu zerbrechen, als die rettende Hilfe und Unterstützung von den Alverdisser Schützen kam: Richard Nitschke übernahm als Fachkraft die Schützen der Reha-Sportgemeinschaft Barn-trup und führte sie wieder aufwärts.

Jahrelang hat Richard Nitsch-ke „seine Schützen“ unterstützt und mit viel Hingabe und Energie die Gruppe geleitet und weiter aufgebaut. 2012 verstarb er und die Schützen standen abermals kurz vor dem Aus. Mit Werner Kißner aus Barntrup hat man einen würdigen Nachfolger von Richard Nitschke gefunden. Er ist für die Schützen seit 2012 da und leitet die Gruppe ebenfalls mit viel Herzblut. Werner Kißner ist nicht nur für die Schützen, sondern auch für die Boßler der Reha-Sportgemeinschaft Barntrup e.V. zuständig.

Der erste Vorsitzende Udo Kuhlmann betonte in seiner feierlichen Rede nochmals, wie sehr er allen Leitern der Schießsportgruppe für ihren Einsatz und Engagement danke. Ohne sie wäre die Gruppe nicht das, was sie heute ist. So freue es ihn besonders, dass die Mitglieder des Schießsports in dem Restaurant „Deutsches Haus“ in Alverdissen es zum Anlass genommen haben, dieses besondere Ereignis gemeinsam zu feiern. Gleichzeitig begrüßte er die Ehrengäste Willi und Michaela Düwel, sowie Andreas Milews-ki. Sowohl Willi Düwel, als auch zu Andreas Milewski verbindet die Schützen eine tiefe Verbundenheit, zumal die Reha-Sportgemeinschaft regelmäßige Unterstützung von ihnen erhalte und sowohl ein stetiges als auch freundliches Miteinander stattfinde.

Auch Willi Düwel ging auf die Rede von Udo Kuhlmann ein. Er nahm es zum Anlass, den Schützen der Reha-Sportgemeinschaft einen „Richard-Nitschke-Gedächtnispokal“ zu überreichen, den er und seine Frau Michaela stifteten. Gleichzeitig freute er sich, dass er bei dieser besonderen Feier dabei sein durfte und sieht noch vielen gemeinsamen Jahren der Zusammenarbeit freudig entgegen. Düwel nahm es auch zum Anlass, die Laudatio, die er bei der Sportlerehrung des Jahres 2018 auf Udo Kuhlmann gehalten hatte, nochmals zu verlesen.

Udo Kuhlmann bedankte sich für die rührenden Worte von Willi Düwel und wünschte allen Anwesenden einen gemütlichen Abend bei netten Gesprächen und Stärkung des leiblichen Wohls.

Bis spät in den Abend wurde in Erinnerungen geschwelgt, gefachsimpelt und die große Frage versucht zu klären: Wie wird der „Richard-Nitschke-Gedächtnispokal“ ausgeschossen und wer wird es schaffen, ihn zu bekommen?