Das Konzept des Extertaler Familientags trifft voll ins Schwarze

Bösingfeld (ar). Da haben die Gemeinde Extertal und die fünf Familienzentren eine richtig gute Idee gehabt und am Samstag vielseitig, toll und perfekt umgesetzt. Der erste „Extertaler Familientag“ anlässlich dreier signifikanter Geburtstage – nämlich dem 50. der Gemeinde Extertal, dem 100. der Arbeiterwohlfahrt und dem 10. des Nahkauf – wird hoffentlich nicht der letzte sein, auch wenn in ein oder zwei Jahren kein Geburtstag mehr als Grund dahintersteht. Denn was diese Institutionen und darüber hinaus Kitas, Vereine, Organisationen, Parteien und die Extertaler Geschäftswelt auf die Beine stellten, ist fast nicht mehr zu toppen.

Die ganze Mittelstraße entlang hatten sich Infostände mit Aktionen und Informationen zum Staunen und Mitmachen aufgereiht, der „Park mit Potenzial“ bot besonders viel Abwechslung für das jüngere Publikum, und an der Grundschule ging es richtig aktiv zu.

Pünktlich um 11 Uhr eröffneten Bürgermeisterin Monika Rehmert und Organisator Sven Wohlmann mit Kindern der fünf Kitas den Familientag, und dann hatten Aussteller und Publikum freie Bahn. Bei bestem Wetter nutzten viele Besucher schon den frühen Vormittag zu einem Rundgang, doch so richtig begann der Ansturm ab Mittag. Und da zeigte sich, dass das Konzept des Familientages voll ins Schwarze getroffen hatte. Tatsächlich waren viele Familien mit noch mehr Kindern unterwegs, und während die Eltern sich an den Ständen mit Informationen versorgten, konnten die Kinder mit viel Spaß und zahlreichen Mitmach-Aktionen ihr Wissen, Können und ihre Beweglichkeit testen.

Wie Bürgermeisterin Monika Rehmert schon im Vorfeld bemerkt hatte, ergaben viele kleine Sachen ein großes buntes Bild. Bunt und prall die ökologisch angebauten Kürbisse aus Lippe, groß und repräsentativ der Stand des Geburtstagskindes AWO, vielfältig und informativ die Kita-Stände im Park mit Potenzial. In manche Stände musste man sich erst hineintrauen, denn von außen gaben sie weniger her, hatten jedoch im Inneren ein riesiges Informationspotenzial. Schön, dass beispielsweise der NABU oder die evangelisch-reformierte Gemeinde, die Dorfgemeinschaft Bremke, ExtertalDigital oder das Friedrich-Winter-Haus mit an Bord waren. Aber auch Almena hatte sich mit dem Heimat- und Kulturverein, der Kirchengemeinde, dem Zieglerverein und verschiedenen Unternehmen eingebracht.

Auf dem Grundschulgelände hatte die Freiwillige Feuerwehr Extertal mit Vorführungen ihres Ausbildungsstandes und Fahrzeugparks eine große Fläche in Beschlag genommen, doch das Interessanteste für die Kids war natürlich die Jugendfeuerwehr Extertal mit der beliebten Puppenbühne. Dort explodierte Großmutters Friteuse, nicht, wie Kasperle dachte, die Friseuse, und man konnte den Lerneffekt bei den Kindern in Sachen Alarmierung und Brandbekämpfung gleich hautnah miterleben.

Vom Marktplatz tönte fast permanent laute Musik aus dicken Boxen, denn da hatte DJ Christian Hokamp auf der Showbühne sein Domizil und unterhielt das Publikum prächtig. Da gab’s nur Unterbrechungen, wenn eine der Vorführungen stattfand, und das waren schon einige. Es trat die Musikschule Extertal auf, eine Stunde später gefolgt von der Musikgruppe „Regenbogen“, da kamen die Ballettmäuse des TSV Bösingfeld zu ihrem Recht, wie kurz darauf die Cheerleader „Loony Jags“ und noch etwas später die HipHop „Generation next“, auch vom TSV.

Kurz vor Ende der Veranstaltung setzten die Cheerleader „Tiny Jags“ den Schlusspunkt. Extertal ist um eine hochkarätige und für den Zusammenhalt der Gemeinde wichtige Veranstaltung reicher – und man kann nur empfehlen, dieses junge Pflänzchen zu hegen, wachsen zu lassen und in ein oder zwei Jahren zu wiederholen. Einfach klasse!