Barntrup feiert entspannt

Barntrup (ar). Im Gegensatz zum letzten Jahr, als beim Stadtfest über Barntrup die Sonne lachte, waren in diesem Jahr bei der 42. Auflage des Großevents öfters die Schleusen des Himmels geöffnet. Was die Barntruper jedoch nicht hinderte, ein fulminantes Fest zu feiern und die Festmeile dicht zu bevölkern. Das Vorglühen am Freitag, die kultige After-Work-Party vor der Sparkasse, gab schon einen Vorgeschmack auf die Feierlaune am Wochenende, und da hatte der Marketingverein „Wir für Barntrup“ ein höchst interessantes und abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt. Dass zusätzlich ein zweiter Jubiläumsanlass bestand, wurde allerdings nur am Rande gestreift. In seiner Begrüßungsrede ging Landrat Dr. Axel Lehmann am Samstagnachmittag nur ganz kurz darauf ein, Bürgermeister Jürgen Schell zwar etwas länger, doch gingen die 50 Jahre Bestehen der Stadt Barntrup in ihrer jetzigen Konstellation insgesamt doch relativ unter.

Trotz des einsetzenden Regens war der Marktplatz rappelvoll mit Zuhörern, und das Lipperland-Orchester blies tapfer gegen das Wetter an. Rundum konnten sich Kinderkarussell und Würstchen- und Fischstände nicht über Zuspruch beklagen, boten sie doch neben leckeren Angeboten auch vorübergehend ein trockenes Plätzchen. Und überall, wie auch am Sonntag, flanierten Familien mit Kindern, Pärchen und Singles durch die Stadt. „Ist das schön hier, schöner als in Bad Pyrmont,“ stellte Ute Grimmig fest, die erstmals zu dem Event nach Barntrup gekommen war. Und egal, ob es die Musik von der Bühne am Marktplatz mit der Band „Mister Blues“ war, die eine gekonnte Performance hinlegte, die Comedy Bauchrednershow mit Micha und der Wilden Hilde, oder die #Hashtag Partyband, die am Abend einheizte, die Stimmung war riesig groß. Da konnten die DJs des Carambolage Music Hall Teams nur noch ein Sahnehäubchen draufsetzen. Der Sonntag erwies sich als ein echter Familientag. Nach dem traditionellen Stadtfestgottesdienst eröffnete die „Big Band“ der Musikschule Barntrup das Geschehen, gefolgt vom Chor der Haxthausen Grundschule mit dem Chor der Paradiesmühle, der Schulchor des Städtischen Gymnasiums hatte seinen Auftritt, und auch die Modenschau des Deutsch-Kunst-Kurses des Städtischen Gymnasiums fand enormen Beifall. Da hatten sich zahlreiche junge Menschen für ihre Stadt engagiert, was auch allseitig honoriert wurde. Am Beginn der Festmeile demonstrierte zum Beispiel die Freiwillige Feuerwehr ihre Fähigkeiten beim Aufschneiden eines Autos. Ein insgesamt rundes Fest, das von Aktionen und Angeboten für Kinder über Gemütlichkeit, viel Atmosphäre und kleinen Highlights alles bot. Dies unter den widrigen Bedingungen durchzuziehen und die tolle Stimmung und Spannung zu halten, ist ein besonderes Verdienst des Marketingvereins, dem man wünschen muss, dass sich noch viel mehr Bürger und Geschäftsleute bei Planung und Durchführung engagieren.