Die richtige Mischung fürs Vergnügen der Besucher

Extertal-Bösingfeld (ar). Die Mittelstraße war vergangene Woche Treffpunkt für viele Besucher aus Bösingfeld, den umliegenden Gemeinden und auch von viel weiter her. Während sich das Publikum des Weihnachtsmarktes erwartungsvoll um den Rathauseingang scharte und es allmählich dunkel wurde, schärfte der Bläserkreis der Musikschule der Gemeinde Extertal seine Instrumente und legte los.

Weihnachtliche Lieder mit Pep und Schwung, das hatte was und war eine willkommene Überraschung gegenüber früheren konventionellen Auftritten. Da konnte man gerne lange zuhören, Kompliment! Bürgermeisterin Monika Rehmert hieß in einer kurzen Begrüßungsrede alle Besucher willkommen und wies darauf hin, dass ganz kurzfristig das Kinderkarussell ausgefallen und in der Kürze der Zeit kein Ersatz zu beschaffen war. Schade, denn das bunte Fahrgeschäft stellte doch immer für die kleinen Marktbesucher eine besondere Attraktion dar.

In Anwesenheit von Barn-trups Bürgermeister Jürgen Schell vollzogen Monika Rehmert und Landrat Dr. Axel Lehmann schließlich den entscheidenden Schritt: das Aufhängen des Marktprivilegs. Zum nunmehr 160. Mal bescheinigte das wappenförmige Schild „die gnädigst gewährte Abhaltung eines vierten Marktes im Flecken Bösingfeld“, dann wanderte ein großer Tross mitsamt der Bürgermeisterin zunächst in die zünftig auf dem Marktplatz aufgebaute rustikale Hirschalm, denn Aufwärmen tat not. Besonders bei den niedrigen Temperaturen, welche die Kälte langsam in die Kleidung sickern ließen.

Doch konnten sich die Besucher auf vielerlei Weise wärmen. Bratwurst- und Glühweinstände sorgten für Kulinarisches, auch auf Gourmet-Niveau, am Bierstand konnten sich die Besucher warmdiskutieren. Viele Schausteller, die von den früheren Weihnachtsmärkten bekannt sind, bevölkerten die Mittelstraße, asiatische und italienische Spezialitäten dufteten die Straße entlang.

Dunkelheit, bunte Lichter und Kälte boten gute Voraussetzungen für vorweihnachtliche Gefühle, die von Ständen mit Kunsthandwerk, Ramsch und Informationen kräftig befördert wurden. So zeigte sich erstmalig auf dem Weihnachtsmarkt ein neuer Extertaler Verein, der Sport Club Extertal, der „mehr als Fußball“ versprach und tatsächlich eine Reihe von Getränken anbot, die wirksam gegen die Kälte waren. Die evangelisch-reformierte Gemeinde bot Informationen an einem Stand, hatte aber auch die Kirche geöffnet, in der die Weihnachtskrippe zum Innehalten einlud.

Familie Berner, die mit drei Kindern aus dem Hamelner Raum angereist war, zeigte sich begeistert. „Die Atmosphäre ist einfach gemütlich weihnachtlich, da stimmt das ganze Ambiente, auch wenn es wirkt, als wären es weniger Beschicker als im letzten Jahr.“ Die entspannte und positive Stimmung hatte jedenfalls viele Besucher ergriffen, und die Akzeptanz von Autoscooter, Speise- und Getränkeangeboten sowie Kunsthandwerk und gewöhnlichem Kleinkram zeigte, dass mit dem Bösingfelder Weihnachtsmarkt genau die richtige Mischung für das Vergnügen der Besucher getroffen worden war. Nur drei Tage, aber intensiv. Da war dann der Besuch des Weihnachtsmanns am Sonntagnachmittag noch einmal ein echtes Highlight, hatte doch der Rewe-Markt für einen vollen Sack des heiligen Mannes gesorgt und mit der Verteilung des Inhalts vielen Kindern eine große Freude bereitet.