Die Barntruper Feuerwehr ist grundsolide aufgestellt

Barntrup (ar). Unter positiven Vorzeichen hatte die Freiwilige Feuerwehr Barntrup zur traditionellen Jahreshauptversammlung geladen. Denn in der, von ihm straff geleiteten und durchgeführten, Generalversammlung konnte Barntrups Wehrführer Stefan Jakob am vergangenen Samstagabend durchweg nur Positives berichten. Der große Saal im Schul- und Bürgerforum war voll besetzt, und auch zahlreiche Gäste aus Rat, Verwaltung und Politik glänzten mit Anwesenheit.

Ein Jahr ist die neue Führung mit Stefan Jakob, seinem Stellvertreter Ian Thomy und vielen ebenfalls neu ins Amt gekommenen Funktionsträgern nunmehr aktiv, und man kann von einer bis dato sehr gelungenen Konsolidierung sprechen. Ein Indiz dafür ist sicherlich, dass zwischenzeitlich keinerlei weitere Wechsel stattgefunden haben, was Jakob als ein gutes Zeichen für Kontinuität verbuchte.

Nicht erfreulich, so der Wehrführer, sei der Umstand, dass Einsatzabteilung, Jugendfeuerwehr, Unterstützungsabteilung und Ehrenabteilung in ihrem Mitgliederbestand insgesamt ein Minus von drei Kameraden aufweisen. Das dürfte jedoch nicht allzu problematisch sein, ist doch die Mitgliederwerbung mit pfiffigen Aktionen auf einem guten Weg.

Mit einem Bestand von insgesamt 189 Mitgliedern in der Einsatzabteilung, davon 79 in Barntrup, 72 in Alverdissen und 38 in Sonneborn, steht die Wehr auf soliden Füßen. Und die Kameradinnen und Kameraden hatten im Jahr 2019 reichlich zu tun. Sie wurden zu 106 Einsätzen alarmiert, was zwar 14 weniger waren als im Vorjahr, trotzdem „sieht ein ruhiges Jahr anders aus,“ bemerkte Ian Thomy.

Denn wiederum wurde die „Einhunderter-Marke“ geknackt, und im Vergleich zu 2018 rund 700 Stunden mehr abgeleistet, also 4.100 insgesamt. Unter den 13 Bränden, zu denen die Feuerwehr gerufen wurde, ragte besonders der Großbrand im ehemaligen Magowsky-Markt gleich zu Beginn des letzten Jahres heraus.

60 Technische Hilfeleistungen waren gefordert, wobei in den Monaten März und April innerhalb weniger Wochen bei drei schweren Verkehrsunfällen vier eingeklemmte Personen aus ihren Fahrzeugen befreit werden mussten.

Wieder einmal hatte es im Mai im Ortsteil Selbeck nach einem Gewitter eine Überflutung mit Schlamm und Wasser gegeben, was zu einem Einsatz führte, der über die ganze Nacht bis weit in den nächsten Tag hinein andauerte.

Die Zahl der ABC-Einsätze war im Jahr 2019 ungewöhnlich hoch. 12 mal musste die Wehr dazu ausrücken. Stark angestiegen waren auch die Einsätze für Türöffnungen, Tragehilfen für den Rettungsdienst und Personenrettungen über die Drehleiter. Immerhin konnten rund 20 Brandeinsätze weniger als im Vorjahr verzeichnet werden.

Um das Niveau der Freiwilligen Feuerwehr Barntrup hoch zu halten, war eine kontinuierliche Fort- und Weiterbildung unabdingbar, von der 110 Kameraden profitieren konnten. Verschiedene Lehrgänge und 59 Seminare wurden besucht und in den reinen Ausbildungs- und Übungsbetrieb mehr als 13.000 Stunden investiert. Diese hohe Motivation schlägt sich ebenfalls in 2.100 Stunden nieder, die für Wartung, Pflege und Instandhaltung geleistet wurden.

Allerdings soll die Belastungssituation schleunigst entschärft werden, wozu bereits Gespräche mit der Verwaltung eine Lösung in Sichtweite kommen lassen. Überhaupt zeigte sich die Feuerwehrleitung sehr zufrieden über die Kooperation mit Verwaltung und Bürgermeister Jürgen Schell, auch, was beispielsweise den Stand der Planungen in Sonneborn und Alverdissen sowie weitere Anschaffungen betrifft. Auch die Sprecher der Ehrenabteilung, der Jugendfeuerwehr und der Versorgungseinheit lieferten positive Jahresberichte, bevor es nach der Verkündung von Ehrungen und Beförderungen (s. gesonderten Bericht) zum gemütlichen Teil überging.

Ehrungen und Beförderungen In der kommenden Ausgabe des Nordlippers (18.1.) werden wir darüber ausführlich berichten. Natürlich wurden im Anschluss dann die traditionellen vorgenommen, die in ihrem Umfang einen erheblichen Teil des Abends ausmachten und von den Aktiven mit Vorfreude erwartet wurden.