Große Rückendeckung

Dörentrup (ar). Viel hat er sich vorgenommen, der 48-jährige Friso Veldink, denn der Gemeindeverband der CDU Dörentrup hob ihn als Bürgermeisterkandidat für die Kommunalwahlen am 13. September einstimmig auf den Schild.

Bis dato noch als Geheimnis gehandelt und nur Insidern bekannt, ließ Gemeindeverbandsvorsitzender Klaus Nolting am Dienstagabend im Dörentruper Bürgerhaus die Katze aus dem Sack. 31 Stimmberechtigte konnten unter der Wahlleitung von Lars Brakhage, CDU Kreisverbandsvorsitzender, ihr Votum abgeben, alle Stimmen waren gültig, und das Ergebnis war mit 100 Prozent absolut eindeutig.

Dörentrups CDU-Fraktionsmitglied Friso Velding ist nun auserkoren, gegen seine Mitbewerber um das Bürgermeisteramt in Dörentrup, Martin Grohnert (SPD) und Ewa Hermann, anzutreten, und er präsentierte eine breite Palette an Vorhaben, die er im Falle seiner Wahl realisieren möchte. Dabei, so Veldink, „steht für mich nicht das Problem im Mittelpunkt, sondern die Lösung, und ich möchte gerne das persönliche Gespräch mit den Bürgern nutzen und ein offenes Ohr für sie haben.“ Ihm sei die Zusammenarbeit mit den Kommunen wichtig, denn „das Bürgermeisteramt ist keine One-Man-Show.“

So soll die Digitalisierung, gerade im ländlichen Raum, besonderen Vorrang genießen, auch die weitere Ausweisung von Gewerbeflächen habe Priorität. Denn die Bevölkerung nehme ab und Arbeitsplätze sowie das Wirtschaftswachstum müssten so gesichert werden, dass sogar wieder ein Zuzug generiert werden könne.

In dem Zusammenhang sei es ihm eine Herzensangelegenheit, sich für Kita-Neubauten und die Sanierung von Schulen einzusetzen. Bei der Sanierung von Straßen und Wegen müssten Fördermittel angezapft werden, und da müsse man sich in Dörentrup als kleinste Gemeinde von OWL kreativ aufstellen.

Auch der Öffentliche Nahverkehr solle durch interkommunale Zusammenarbeit gute Lösungen bieten, da es nicht anginge, dass man in Städten den Autoverkehr drastisch reduzieren und dieses Prinzip aufs Land übertragen wolle, wo viele Menschen, die das Geld für das Bruttoinlandsprodukt verdienten, einfach auf das Auto als Fortbewegungsmittel angewiesen seien.

Der Klimaschutz ist für Friso Veldink ebenfalls ein wichtiges Thema. Da seien schon in der Vergangenheit unter Friedrich Ehlert, dem immerhin dienstältesten Bürgermeister in Nordrhein-Westfalen, erhebliche Investitionen geleistet worden, an die er anknüpfen wolle.

Dass er für seine Vorhaben auch die nötige Kompetenz mitbringt, erläuterte der Kandidat anhand seiner Biografie. Nach einer landwirtschaftlichen Lehre und einem Studium der Landwirtschaft und Betriebswirtschaft an der FH Osnabrück ist der verheiratete Familienvater als Unternehmensberater bei der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen tätig. Mit Ehefrau und drei Kindern kam er vor fünfzehn Jahren von Lemgo nach Dörentrup-Spork und fühlt sich dort ausgesprochen wohl, „obwohl ich kein gebürtiger Lipper bin.“

Seine Vorstellung vor dem Gemeindeverband und weiteren Interessierten musste Veldink noch ein weiteres Mal leisten, rückten doch nach der Wahl eine große Anzahl Vereinsrepräsentanten aus der Gemeinde Dörentrup an, denen er ebenfalls seine Vita vortrug.