Waldmuseum: Neues Konzept ist überzeugend und finanziell tragbar

Kalletal-Heidelbeck (rto). Das Feinkonzept des vorgesehenen Walderlebniszentrums der Naturparkkommune Kalletal wurde am Montag in Heidelbeck der Öffentlichkeit vorgestellt. Es umfasst rund 130 Seiten. Zuvor wurde es den Mitgliedern des Museumvereins gezeigt. Das Feinkonzept, das in Auftrag gegeben wurde um zu ermitteln ob die vom Rat der Gemeinde und dem Kreistag beschlossenen Mittel nicht übertroffen werden, hält diese Vorgaben ein. Damit steht der Weiterentwicklung des alten Forst- und Waldmuseums eigentlich nichts mehr im Weg. Die Kosten der Neuausrichtung belaufen sich wie geplant auf ca. 1,9 Mio. Euro, wovon Kreis und Gemeinde rund 400.000 Euro zu tragen haben. Größte Aufgabe, so Bürgermeister Mario Hecker und die Vertreterin des Kreises, Dr. Ute Röder, sei jetzt das Einwerben von Fördermitteln. Dazu, so Mario Hecker, seien bereits bundesweit rund zehn Anträge bei unterschiedlichen Fördermittelgeber gestellt worden.

Das Konzept ist die inhaltliche konsequente Fortführung des Grobkonzeptes mit dem Ziel die Kosten abzubilden und geht bei der Ausführung weit über das in diesem Stadium Übliche hinaus“, sagte Dr. Ulrich Hermanns von der Ausstellung Medien Transfer GmbH, der das Konzept erarbeitet hat.

In Vordergrund des Konzeptes, das auf Kindergärten und Grundschulen ausgerichtet ist, stehe die körperliche Erfahrung der Kinder beim Besuch des Erlebniszentrums, deshalb gäbe es auch nur wenige Medienstationen, so Dr. Hermanns. So steht in der geplanten Erlebniswelt in der alten Mühle der Baum im Mittelpunkt, der durch alle Stockwerke erlebbar gemacht wird. Aber auch Bienen und die Probleme die der Wald hat, sollen hier thematisiert werden. Höhepunkt ist aber sicher die Baumkrone im Obergeschoss die, mit Hilfe einer Projektion, die Jahreszeiten widerspiegeln soll.

Hier können die kleinen Besucher sich dann auch hinlegen oder den Jahreszeitenwandel in einem Zelt erleben.

Die alte Scheune soll nach den Vorstellungen der Planer für Sonderausstellungen genutzt werden. Hier entstehen auch unterschiedliche Räume für Seminare, die Museumsleitung und ein Bürgerbüro.

Für moderne Museumspädagogik und Workshops ist der Neubau des Waldauges vorgesehen. Der Holzkonstruktionsbau soll zwischen den beiden bereits bestehenden Gebäuden entstehen und kann auch multifunktional genutzt werden.

In einer Stellungnahme die von Dr. Röder vorgetragen wurde, äußert sich Landrat Dr. Axel Lehmann positiv zum Feinkonzept: „Das Feinkonzept bestätigt die Anforderungen der Träger an die Finanzierung. Denn die jährlichen Summen, die der Kries Lippe und die Gemeinde Kalletal bereit sind zu zahlen, werden nicht überschritten. Ich werbe daher dafür, diese Weiterentwicklung politisch mitzutragen.“

Wie Bürgermeister Mario Hecker sagte, erwarten Gemeinde und Kreis die Antworten der Fördermittelgeber bis zum Herbst, so dass in diesem Jahr erst noch nicht mit weiteren Aktivitäten am Museum zu rechnen sei.

Dr. Ute Röder sagte abschließend noch, dass das geplante Erlebniszentrum sicher auch ein Punkt von Interesse für Erwachsene sein könnte die in der Region Urlaub machen.