Stürmischer Umzug für Kalledoniens Jecken

Kalletal-Kalldorf (rto). Stürmisch war es beim diesjährigen Festumzug der wieder nichts zu wünschen übrig ließ.

Mit vierzehn Festwagen und rund zwanzig Fußgruppen, ging der diesjährige Umzug auf die Strecke. Das Wetter machte jedoch den Verantwortlichen und der Polizei noch bis zu Start große Sorgen, es waren Sturmböen vorher gesagt. So sorgte so mancher Teilnehmer noch bis zum Start in der Ausstellung im oberen Dorf dafür, dass trotz des starken Windes, nichts von den Wagen fiel.

Auf der Strecke am Meyra-Ring ging dann auch alles gut. Sorgen bereiteten zudem, wie schon in den letzten Jahren, jedoch die ungewöhnlich hohe Anzahl an stark alkoholisierten Jugendlichen, die sich wie ein „Flashmob“ einigen Wagen einfach anschlossen. Sie ignorierten die Anweisungen die Sicherheitskräfte und der Feuerwehr. „Die Polizei ist hier mit nur vier Einsatzkräften völlig überlastet. Hier ist eigentlich das Jugendamt im Vorfeld gefragt mit einer massiven Alkoholprävention", so der leitende Polizeibeamte.

Das Karnevalsereignis in Kalldorf hat dank sozialer Netzwerke inzwischen aber auch viele Freunde von außerhalb des Kalletals gefunden, die einfach nur Spaß haben wollen. Die vielen Gäste jubelten dem Prinzenpaar und den Motto-Wagen und Fußgruppen zu.

Mittlerweile sind aber auch Zugmaschinen in den Mittelpunkt getreten. Sie werden nicht nur immer größer, sondern werden von den Landmaschinenfirmen, wie der blaue Truck der Football-Gruppe „Wir sind nur zum Saufen hier“, extra zur Verfügung gestellt. Auffällig war auch, dass es auf Grund des fehlenden Kostümfestes weniger Gruppenkostümierungen gab.

Weniger als zwei Stunden zog sich der bunte Zug durch das Dorf. Das war dem Wetter geschuldet und sollte möglichen noch stärkeren Winden vorbeugen.

Die Musik aus den gewaltigen Musikanlagen der Motto-Wagen, die einen aufgrund ihrer Lautstärke fast wegbliesen, hatte damit keine Probleme. Dazwischen immer wieder die schönen kleinen Fußgruppen mit einfallsreichen Ideen wie etwa die Achterbahn-Gruppe, das Ideenhighlight in diesem Jahr. Perfekt simulierte die Gruppe immer wieder eine Achterbahnfahrt in allen Facetten.

Ansonsten waren sie alle wieder dabei, die Smarties, die Wikingern, “Bob den Baumeister“ oder auch Christian Pischczan, der Vereinsvorsitzende der SG Kalldorf, als Rattenfänger mit einer Gruppe. Der Wagen der Hohenhauser Vereinsgemeinschaft mit dem bissigen Seitenhieb auf Straßen.NRW und die Baustelle Hohenhauser Straße, war ebenfalls noch einmal vertreten. Alle hoffen zum letzten Mal, da die Baustelle ja in diesem Jahr fertiggestellt werden soll.

Auch der Sportplatz mit seinem mit Scherben durchsäten Boden war ein Thema im Zug.

Ohne Zwischenfälle, aber doch mit dem einen oder anderen Fall alkoholisierter Jugendliche für die Sanitäter ging der diesjährige Festumzug zu Ende.

Doch wo die einen feiern, müssen andere arbeiten. Und das nicht nur an der Umzugsstrecke selbst, die wieder einmal als klebende Masse zurückblieb.

Im Hintergrund sind jedes Jahr wieder Ehrenamtlichen aus dem Dorf unterwegs und erfüllen die Auflagen der Behörden. Dazu gibt es eine seitenweise Anordnung des Kreises, die alles genau regelt - inklusive eines Plans, wo genau welche Beschilderungen aufzustellen sind. Diese müssen aufgestellt und wieder abgebaut werden. Und all das in einem Umkreis, der bis nach Elfenborn reicht. Der Nordlipper sagt DANKE für diesen Einsatz. Denn auch diese Arbeit darf bei aller Freude über das Fest nicht vergessen werden. rto