Starke Dorfgemeinschaft stemmt kleines Großprojekt

Extertal-Hummerbruch (ar). Fast zwanzig Jahre zog sich eine Baumaßnahme hin, auf deren endgültige Realisierung die Anwohner in Extertals Ortsteil Hummerbruch gewartet hatten und wofür sie mit eisernem Durchhaltevermögen, Kreativität und Kooperationsbereitschaft gekämpft hatten. Und nun konnten die Koordinatoren des langwierigen Prozesses, Adolf Hermann und Rüdiger Brakemeier, für das Arbeitsgremium zur „Unterhaltung und Erhaltung“ der Hummerbrucher Wege und Straßen endlich einen Schlussstrich unter das Verfahren ziehen, das Zeit, Nerven und Geduld gekostet hatte, letztendlich aber nunmehr zu einem versöhnlichen Abschluss gekommen war. In Anwesenheit der durch die Baumaßnahme betroffenen Anwohner, der beteiligten ausführenden Firmen und der Verwaltung sowie Bürgermeisterin Monika Rehmert hatten die Initiatoren eine kleine aber herzliche Feier organisiert, in der auf den Abschluss des langjährigen Prozesses angestoßen werden konnte. In der kuscheligen Atmosphäre eines Nebengebäudes des Hofes Am Denkmalweg 3 auf dem Berge von Hummerbruch ließen alle Beteiligten noch einmal die gesamte Aktion, die zu diesem Erfolg geführt hatte, Revue passieren, und man klopfte sich berechtigterweise ständig gegenseitig auf die Schulter. Denn das Projekt bestand seit dem Jahr 2001, als die ersten Anträge zur Unterhaltung des Denkmalweges an den Gemeinderat gestellt und in fast jährlichem Turnus wiederholt wurden. In Rede standen rund 200 Meter Gemeindeweg und 155 Meter „Interessentenweg“, der privaten Anliegern obliegt. Sowohl Brakemeier als auch Hermann hoben den regen Austausch und den konstruktiven Kontakt mit den Vertretern der Gemeindeverwaltung aus dem Fachgebiet II Planen und Wohnen hervor. Diese hatten in Person von Dipl. Ing. Eckhard Paulmann und Nadine Reineke in Form von regelmäßigen Baubegehungen erheblich zum Fortschritt des Bauvorhabens beigetragen. Auch die Zusammenarbeit mit dem externen Baubüro und der ausführenden Firma Erdbau GmbH Jörg Pockrandt und der Wasserwerker wurde in das Lob einbezogen, konnten doch die Arbeiten mit der Sanierung eines Teilabschnitts des Grasweges im Jahre 2018 und dann 2019 mit der Umsetzung der Arbeiten im Denkmalweg durchgeführt werden. Auch die Abstimmung zwischen Bauamt, Arbeitsgremium, Anliegern und dem Wasser- und Bodenverband Bösingfeld-Schönhagen funktionierte, und die finanziellen Mittel wurden 2018 in den Gemeindehaushalt eingeplant. Zur Koordination wurde von den Mitgliedern der Dorfgemeinschaft das Arbeitsgremium gewählt. Der Durchbruch erfolgte im November 2018, als die Finanzierung auch des privaten Weganteils durch freiwillig zahlende Mitglieder gesichert wurde. Die wohl im Extertal einmalige Hummerbrucher Initiative möchte erreichen, dass durch regelmäßige Ansparungen die privaten Wege instandgehalten werden, denn die landwirtschaftlichen Fahrzeuge beanspruchen diese sehr stark. Daher soll ein Verein gegründet werden, der weitere freiwillige Beitragszahler gewinnt, um zukünftige Sanierungs- und Erhaltungsmaßnahmen umsetzen zu können. Jedenfalls freuten sich alle Beteiligten, dass nach nunmehr fast 20 Jahren durch die Initiative einer Dorfgemeinschaft und mit kräftiger Hilfe von Amt und Unternehmen der Weg in voller Gänze wieder befahrbar ist. Darauf wurde freudig und dankbar angestoßen.