Ein Heimspiel für den neuen Forstamtsleiter

Extertal-Bösingfeld (jn/red). Der Bösingfelder Forst hat einen neuen Hüter - und der kennt Nordlippe wie seine Westentasche: Thomas Fritzemeier lebt seit 20 Jahren in Bösingfeld und ist nach etlichen Berufspendler-Jahren zwischen Lippe und Bayern nun ganz in seine alte Heimat zurückgekehrt. Seit dem 1. März ist Fritzemeier neuer Leiter des Forstreviers Bösingfeld des Landesverbandes Lippe und hat damit die Nachfolge von Axel Rüter angetreten, der Ende 2019 in den wohlverdienten Ruhestand gegangen war.

Der studierte Forstingenieur ist an neuer Wirkungsstätte rundum zufrieden: „Es ist schön, dass ich hier nun leben und arbeiten kann, und nicht nur am Wochenende in Lippe bin“, sagt Fritzemeier.

Der Wunsch, Förster zu werden, war bei ihm übrigens während des Zivildiensts in der Dorfgemeinschaft Elfenborn im Kalletal, einer Einrichtung zur Betreuung und Pflege bedürftiger Menschen, gereift. Darauf folgten das Studium in Göttingen, der Forst-Anwärterdienst im Forstamt Hessisch-Oldendorf und schließlich konnte Fritzemeier eine Stelle bei den Bundesforsten in Bayern antreten. „Ich bekam gleich die Leitung eines Reviers übertragen“, blickt der heute 39-Jährige zufrieden zurück. Seitdem pendelte Fritzemeier zwischen Lippe und Bayern. Dann bekam er, vor rund einem Jahr, eine Stelle beim Bundesforstbetrieb Rhein-Weser in der Senne – und rückte damit beruflich schon deutlich näher an seinen Heimatort heran. Und seit März sind private und berufliche Heimat nun endgültig eins: „Als die Revierleiter-Stelle für Extertal-Bösingfeld ausgeschrieben wurde, bewarb ich mich sofort – und ich freue mich, dass der Landesverband sich für mich entschieden hat,“ so der neue Forstamtsleiter.

Susanne Hoffmann, stellv. Leiterin der Forstabteilung des Landesverbandes Lippe, freut sich ebenfalls: „Thomas Fritzemeier war von Anfang an im Außendienst tätig und verfügt deshalb über wertvolle und umfangreiche Erfahrungen. Das sind gute Voraussetzungen für Bösingfeld, weil das Forstrevier sehr viele kleinere Flächen und Liegenschaften aufweist und somit anspruchsvoller ist als ein großes, zusammenhängendes Revier.“ Außerdem kennt sich Fritzemeier in Extertal-Bösingfeld - als Einheimischer - natürlich sehr gut aus: „Seine Ortskenntnisse sind von großem Vorteil, denn so entfällt viel Einarbeitungszeit, die sonst für das Aufsuchen der verschiedenen Waldstücke erforderlich gewesen wäre.“

Thomas Fritzemeier steht nun eine Mammutaufgabe bevor: Die Wälder im Revier Bösingfeld sind stark durch den Borkenkäfer geschädigt. Die Aufarbeitung des Holzes und die Wiederaufforstung bedeuten sehr viel Arbeit in den nächsten Jahren.