3-Mio.-Euro Projekt in Hillentrup

Dörentrup-Hillentrup (jn). Auf dem Gelände des Gut Dörenhofes auf dem Krubberg entsteht etwas Neues, es ist nicht mehr zu übersehen. Nach dem Abriss der alten Bruchsteinscheune im Juni letzten Jahres, die die Werkstätten vor Ort beheimatete, wuchs in den vergangenen Monaten ein neuer Bau heran.

Und kurz vor Ende 2016 war es dann soweit: Jürgen Schumacher, Geschäftsführer des Gutes Dörenhof, und Andrea Dalpke, pädagogische Leiterin, konnten zum Richtfest einladen.

Im Beisein von Dörentrups Bürgermeister Friedrich Ehlert, von Karl-Eitel John vom Kreis Lippe, Architekt Stefan Brand sowie anderer Vertreter aus Handwerk und Gesellschaft wurde unter den Dachbalken des Neubaus ganz traditionell auf das gute Gelingen des neuen Gebäudes angestoßen.

Mit der Fertigstellung des Rohbaus wird der erste Bauabschnitt in der Neugestaltung des historischen Hofensembles des Gutes Dörenhof abgeschlossen sein. Dieser erste Neubau wird die modernen Wohnräume von bis zu 24 suchtkranken Menschen beherrbergen.

Im zweiten Bauabschnitt soll der bisherige Wohnbereich neuen Werkstätten umgebaut werden. Für den Herbst dieses Jahres ist die Fertigstellung des gesamten Hofareals geplant.

Auf rund drei Millionen Euro haben die Verantwortlichen dabei die Investitionssumme benannt. Unterstützung dazu kommt u.a. vom LWL, von der Aktion Mensch sowie von der Stiftung für Wohlfahrtspflege. Und natürlich machen die Bauherren auch Gebrauch von öffentlichen Fördermitteln.

Warum wurde der Neubau nötig? Architekt Stefan Brand aus Lemgo fasst es kurz zusammen: „Die energetische, brandschutz- und schallschutztechnische Sanierung der alten Bruchsteinscheune wäre schlichtweg nicht machbar gewesen". Sehr zum Bedauern der Bewohner musste das alte Gebäude weichen - ein paar der Steine werden allerdings als Mauer im neuen Garten als Erinnerung ein zweites Zuhause finden.

Im Neubau sind für die Bewohner nun moderne Einzelzimmer mit eigenem Bad geplant, das ganze Gebäude ist barrierefrei mit Fahrstuhl angelegt worden.

Das gesamte Hofgelände wird ab dem Herbst auf einer Fläche von rund 1.000 Quadratmetern 24 Suchtkranken einen Platz für eine Langzeittherapie bieten.