Kalletal-Varenholz (red). Weil der Auftakt sehr gut ankam, gibt es nun eine zweite Auflage der Lesestunde im Varenholzer Gemeindehaus – und zwar am Sonntag, 19. Oktober, ab 14.30 Uhr. Das bewährte Vorleseteam der Premiere (Vera Varlemann, Bärbel Kuhlmann, Hans-Ulrich Krause, Monika Küttner) ist dabei. Ebenso der Akkordeon- und Gitarrenspieler Olrik Santozki. Denn es gibt erneut Lieder zum Mitsingen.
In der Pause wartet eine Kaffeetafel mit Torten und Kuchen auf das Publikum. Alle Interessierten sind herzlich willkommen. Veranstalter ist der Arbeitskreis Heimatgeschichte in der Kirchengemeinde Varenholz.
Wie beim ersten Mal gibt es Texte von Autoren aus dem Weserbergland. Gedichte („Schloss Varenholz“, „Ein Morgen im Bückeburger Schlosspark“) finden ebenso Berücksichtigung wie der Liedtext „Lola und der Jäger von der Weser“.
Es gibt etwas zu hören über die Internatsgründerin im Schloss Varenholz, Elisabeth Engels, und wie es in den Weserdörfern war, als vor 80 Jahren hier der Krieg zu Ende ging. Zu diesem Punkt kommen Zeitzeugen, die ihre Erinnerungen aufgeschrieben haben, zu Wort.
Amüsantes ist zu hören: Dr. Malz radelte vergebens bei starkem Schneetreiben und eiskaltem Ostwind von Vlotho nach Erder zu einer Geburt, die nicht stattfand. Die bekannte Filmemacherin Regina Ziegler, die in Obernkirchen aufwuchs, berichtet über ihre Mutter, die als Lokalreporterin für die „Schaumburger Zeitung“ in Rinteln tätig war. Aus dem Buch „Weserjunge“ des früheren Uffelner Ratsherrn Horst Witte wird auch gelesen. Und persönliche Erlebnisse von Hans-Ulrich Krause bei einem Krankenhaus-Aufenthalt dürften ob ihres Humors auf Interesse stoßen.
Erinnert wird an Herbert Vigas, der als Darsteller des trotteligen Cowboys „Fuzzy“ in die Filmgeschichte einging. Er wohnte eine zeitlang in einem Wohnwagen in Vlotho und erinnerte sich nur ungern an die Filmerei in Amerika („Das war die schlimmste Zeit in meinem Leben“). Der Kunsterzieher Maximilian Müller, der im Internat auf Schloss Varenholz wirkte, hat ein sehr lustiges Gedicht über sein Leben verfasst. Das wird ebenfalls vorgetragen. Auch Humorist und „Max und Moritz“-Erfinder Wilhelm Busch, der „Weise aus Wiedensahl“, ist mit einem Gedicht vertreten. Insgesamt sind 14 Texte vorgesehen: sieben vor und sieben nach der Pause. Acht Volks- und Heimatlieder zum Mitsingen werden erklingen. Und es gibt noch eine musikalische Überraschung.
Es wird wegen der Vorbereitungen um Anmeldungen gebeten bei Vera Varlemann (05755/347) oder Hans-Ulrich Krause (05755/968256).