Kalletal-Kalldorf (rr). Verhältnismäßig früh im Jahr wird 2026 das Kalldorfer Mega-Ereignis des Jahres stattfinden, der legendäre Karnevals-Umzug. Am Samstag, 14. Februar, ist es ab 14 Uhr wieder so weit – ein Tag, auf den das ganze Kalletal hinfiebert.
Schon im Vorfeld kündigt sich an, was an diesem Nachmittag ablaufen wird, wenn fantasievoll kostümierte Närrinnen und Narren in den Straßen einen vorteilhaften Platz suchen, gut ausgestattet mit wärmenden Getränken, dabei zahlreiche Kinder, die Taschen, Beutel und Rucksäcke mit sich tragen.
Darin soll der Regen aus Kamellen und anderen kleinen Süßigkeiten verstaut werden, der von den Motivwagen geworfen wird. Der Umzug ist jedes Jahr ein Riesenspektakel. So waren im letzten Jahr mehr als 950 Jecken mobilisiert, die in 45 bunt kostümierten Fußgruppen und auf 14 üppig und mit viel liebevollem Aufwand dekorierten Motivwagen einen gigantischen Zug bildeten.
In diesem Jahr steht der Kalldorfer Karneval unter dem Motto „In Kalledonien sind wir alle jeck, seit 67 Jahren das Herz am rechten Fleck“, das man auf vielen Motivwagen wiederfinden wird. Im letzten Jahr kroch der Zug in langsamem Tempo durch die Straßen, gut bewacht von Security und an den Straßenrändern von Helfern der Feuerwehr und des Rettungsdienstes, die allesamt darauf achteten, dass niemand unter die dicken Treckerreifen geriet. Kamelle und Süßigkeiten flogen, und manche Mitglieder des Zuges stopften diese gleich in entgegengestreckte Beutel und Taschen hinein. Skurrile Verkleidungen wie Hexen, Schmetterlinge, Pinguine, Mönche oder Katzen waren in den Gruppen zu sehen, da hatten sich die Kalldorfer wieder einmal so richtig kreativ ausgetobt.
„Lieber heute ein Kätzchen als morgen einen Kater“ konnte man auf einem der vielen mitgeführten Handkarren lesen, „Rum in der Hand, Piraten an Land“ auf einem anderen. Getränke waren auch das Thema des riesigen Herforder-Bier-Wagens, ein anderer verkündete „Krone auf, Bier hinein, Kalledonien lädt heut‘ ein“. Die schicke Prinzengarde in Blau-Weiß und einem eigenen ebenfalls blau-weiß geschmückten Wagen bildete die Vorhut zum damaligen Prinzenpaar Sascha Kreie und Lea Busekros, die, egal ob bequem oder nicht, in einer großen Treckerschaufel standen und sich vom Publikum huldigen ließen.
Man darf gespannt sein, welche kreative Ideen nunmehr vom Prinzenpaar Tamer I. (Hallacoglu) und seiner Frau, Prinzessin Nadine II. umgesetzt werden.
Zahlreiche Musikzüge und Kapellen begleiten den Zug, doch von vielen Wagen gibt es lautstarken Rock oder Hip-Hop auf die Ohren. Rund eine halbe Stunde wird es dauern, bis der letzte Wagen vorbeigezogen ist, dann macht die Straßenreinigung ihren Job, um die zertretenen Kamellen, leere Flaschen und anderen Müll zu entsorgen.