Kalletal-Bentorf (rr). Eine große Gruppe wanderwilliger Erwachsener, Kinder und Hunde fand sich am vergangenen Sonntag am Sportplatz des SV Bentorf ein – zur Freude von Michael Kühn, Vorstand des SV Bentorf und rühriges Mitglied der Dorf- und Vereinsgemeinschaft Bentorf-Harkemissen. Denn nun sollte der rund acht Kilometer lange Energie-Entdecker-Pfad eröffnet werden, ein außerschulischer Lernort, der Wissen über erneuerbare Energien auf anschauliche und familienfreundliche Weise vermittelt.
Der Lehr- und Lernpfad verbindet Natur, Geschichte und moderne Technik und lädt Besucherinnen und Besucher dazu ein, die Entwicklung der Energiegewinnung von früher bis heute zu entdecken.
An zehn Stationen können Interessierte zahlreiche Themen auf großen Schautafeln kennenlernen. Da gibt es beispielsweise Wissenswertes über Windräder, Hackschnitzellager, Geothermie, Photovoltaik, Solarthermie oder Stromleitungen zu erfahren, und auch die Pütchermühle und das Bentorfer Holz sind dabei.
Auf dem abwechslungsreichen Rundweg geht es um die Entstehung und Nutzung erneuerbarer Energien. Dabei wird gezeigt, dass Menschen schon früher die Kraft von Wasser und Wind genutzt haben, und wie moderne Anlagen heute aus natürlichen Energiequellen umweltfreundlichen Strom erzeugen.
So wird deutlich, dass erneuerbare Energien keine neue Erfindung sind, sondern seit Jahrhunderten eine wichtige Rolle spielen. Der Energie-Entdecker-Pfad richtet sich insbesondere an Familien mit Kindern, Schulklassen sowie alle Interessierten.
Die Strecke ist als Rundwander- und Spazierweg angelegt und kann sowohl zu Fuß als auch mit dem Fahrrad oder Rollstuhl genutzt werden. „Dies ist ein Ort, wo Natur, Geschichte, Bildung und Zukunft zusammenkommen“, sagte Michael Kühn.
Matthias Kreinjobst, der dieses Projekt mit großem Einsatz unterstützt hatte, ergänzte: „Seit zwei Jahren arbeiten wir an diesem Projekt, aber meine Mutter, Erdkundelehrerin, hatte schon vor zehn Jahren die Idee dazu.“
Bürgermeister Mario Hecker richtet seinen Dank an die Ehrenamtlichen, die das Projekt umgesetzt hatten, aber auch an das Regionalbudget der LAG Nordlippe e. V., welches mit einer Förderung von 16.000 Euro unterstützt hatte und dessen Regionalmanagerin Ute Müller ebenfalls vor Ort war. Damit waren 80 Prozent der Gesamtkosten abgedeckt.
Dass mit diesem gemeinsamen Projekt Wissen über erneuerbare Energien vermittelt, das Bewusstsein für einen nachhaltigen Umgang mit Energie gestärkt und gleichzeitig ein attraktiver Freizeit- und Lernort für die Region geschaffen wurde, bezeichnete Hecker als Glücksfall, denn man müsse sich Gedanken um die Energiegewinnung der Zukunft machen. Zudem profitiere die Gemeinde, beispielsweise über die Windenergie, durch verlässliche Einnahmen. Dann ging die große Gruppe auf Tour, um den Energie-Entdecker-Pfad ausführlich zu erkunden.