Barntrup-Alverdissen / Extertal (rr). Als der Kulturverein „Kulturflecken Alverdissen“ Ende Mai zum 6. großen schottisch-lippischen Tattoo einlud, waren die Eintrittskarten für das Kult-Event innerhalb von vier Tagen komplett ausverkauft. Darüber freuten sich die Initiatoren Klaus Düwel und Petra Rose ganz speziell, war doch der Erlös dieser Veranstaltung für einen guten Zweck gedacht.
Nun konnten die beiden Macher Spendenschecks mit beeindruckenden Summen an drei Institutionen übergeben. Doch zunächst dankte Klaus Düwel dem Eigentümer des Guts Ullenhausen und überzeugten Unterstützer Heinrich Braband, dass die Familie für das Event ihre repräsentative Location zur Verfügung gestellt hatte. „Dank an diejenigen, die die ganze Arbeit machen“, hob Klaus Düwel hervor, „denn da haben rund 120 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer angepackt, um das Tattoo durchzuführen und zum Erfolg zu bringen.“ Besonders betonte er, dass der Organisation seitens der Stadt Barntrup und der Gemeinde Extertal keinerlei bürokratische Hindernisse in den Weg gelegt worden seien, was Bürgermeister Christian Sauter aus Extertal und Barntrups stellvertretenden Bürgermeister Willi Düwel natürlich freute.
Auch die zahlreichen Pipe-and-Drum-Gruppen ließ Klaus Düwel nicht unerwähnt, von denen stellvertretend eine Abordnung der Highland Dragon Pipe Band anwesend war. Dann entrollten er und Petra Rose drei Schecks, und ein lautes „Ahhhh…“ entfuhr den Zuschauern. Dreimal 10.100 Euro – also 30.300 Euro – konnten übergeben werden. Eine Riesenspende, die „in der Region bleiben soll“ und die beitragen soll, Projekte umzusetzen, die nicht von der öffentlichen Hand finanziert werden.
Ein Scheck ging an die Familienklinik Detmold, speziell für die Mutter-Kind-Station der Kinder- und Geburtsklinik. Den zweiten Spendenscheck erhielt das Kinderhospiz Bethel. Hier finden zehn bis elf Kinder mit lebensverkürzenden Krankheiten zusammen mit ihren Familien Aufnahme, und das Geld soll direkt in Projekte des Kinderhospizes gehen.
Den dritten Scheck empfing die Aktion Lichtblicke e. V., die seit 1998 in ganz NRW Kinder, Jugendliche und Familien unterstützt, die materiell, finanziell und seelisch in Not geraten sind. Zur Spendenübergabe waren auch zahlreiche der am Tattoo beteiligten Helferinnen und Helfer gekommen, denn schließlich war der Riesenerfolg der Veranstaltung auch zum großen Teil ihr Verdienst. Und als Wertschätzung bat Klaus Düwel zum Schluss alle zum „Familienfoto“.