Blomberg (rr). Noch sind einige Innenarbeiten beim neuen Kreisbauhof in Blomberg-Westerholz zu erledigen, doch bei der Vorstellung des Objekts am Dienstagmorgen strahlte Landrat Meinolf Haase Zuversicht aus. „Wir haben im März 2023 den Beschluss zur Zentralisierung der Bauhöfe Wilbasen, Extertal und Hummersen und zum Grundstückskauf getroffen. Der Baubeginn war dann im Mai 2025, und der Einzug wird Mitte bis Ende Oktober 2026 stattfinden,“ freute er sich zusammen mit Thomas Hilker, Leiter des Eigenbetriebs Straßen und Stephan Pott, Projektleiter des Eigenbetriebs Straßen, der hier am Standort die Verantwortung trägt.
Durch die Zentralisierung wird der Straßenbetriebsdienst in Lippe umorganisiert. Das Einsatzgebiet der Mitarbeiter vor Ort umfasst künftig Blomberg, Schlangen, Horn-Bad Meinberg, Schieder-Schwalenberg, Lügde, Barntrup und Extertal. „Mit einer zentralen Versorgung, die der Bauhof ermöglicht, können wir die Strukturen im Betriebsdienst optimieren. Gleichzeitig sparen wir Kosten von mehr als 100.000 Euro pro Jahr ein. Darüber hinaus schaffen wir attraktive Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter“, sagte Meinolf Haase. Auf dem Areal am Westerholz entstanden imposante Hallengebäude, zu denen Stephan Pott einige wesentliche Erläuterungen gab. „Auf dem Gelände sind zwei Fahrzeughallen mit einer Fläche von rund 1.900 Quadratmetern sowie ein eingeschossiges Verwaltungsgebäude mit einer Fläche von rund 350 Quadratmetern entstanden“, erklärte Stephan Pott. „An die Großfahrzeughalle auf der Ostseite schließt sich eine Lagerhalle, ein Waschplatz sowie eine Salzhalle an. Auf der Westseite befindet sich die Kleinfahrzeughalle. Das Verwaltungsgebäude beinhaltet Büroräume, einen Besprechungs- beziehungsweise einen Sozialraum, Toiletten, Duschen, Umkleiden, Trockenräume und ein Materiallager. Es wurde in Passivhausstandardbauweise errichtet. Als Heiztechnologie wird eine Luftwärmepumpentechnik eingesetzt.“ Der hierfür benötige Strom wird größtenteils aus den errichteten PV-Anlagen gewonnen. Das Niederschlagswasser der Dachflächen wird in circa 40.000 Liter fassenden Zisternen aufgefangen. Dieses Wasser kann dann für die Baumbewässerung im Sommer oder für die Erzeugung der Sole als Auftaumittel für den Winterdienst genutzt werden.“
Die Realisierung des Neubaus erfolgte weitestgehend nach Plan. „Wir konnten unser Budget einhalten, was heutzutage bei größeren Bauprojekten nicht mehr selbstverständlich ist. Darüber hinaus werden die Baukosten über das NRW-Infrastrukturgesetzt aus Mitteln des Sondervermögens des Bundes für Infrastruktur und Klimaneutralität gefördert“, erläuterte Thomas Hilker, Leiter des Eigenbetriebes Straßen. Vom Standort in Wilbasen wird künftig nur noch die Salzhalle genutzt. Die Außenstelle im Extertal wurde an die Gemeinde verkauft, und von der angemieteten Außenstelle in Hummersen wurde der Mietvertrag für den Verwaltungstrakt aufgehoben. Der Winterdienst 2026/2027 wird in einigen Bezirken bereits von Westerholz aus bedient.