Barntrup-Sonneborn (red). Eine Gänsemagd mit ihren Gänsen und Küken erinnert künftig an ein besonderes Kapitel der Sonneborner Dorfgeschichte. Die Figurengruppe des Künstlers Hans Kordes wurde vor einigen Tagen in dem kleinen lippischen Dorf an der Grenze zu Niedersachsen aufgestellt.
Das Kunstwerk greift eine historische Besonderheit auf: Um 1900 gab es in Sonneborn mehr Gänse als Einwohner. Mit der Gänsemagd und ihrer Schar wird die Erinnerung an diese Zeit nun im Dorfbild sichtbar.
Die Figuren bestehen aus Cortenstahl. Unter dem Einfluss der Witterung entwickelt das Material mit der Zeit seine charakteristische rostbraune Patina, die das Erscheinungsbild der Skulptur prägen wird.
Die Idee für die Figurengruppe wurde 2026 mit dem Heimatpreis der Stadt Barntrup ausgezeichnet. Finanziert wurde das Kunstwerk von der Dorfgemeinschaft Sonneborn. Das Projekt verbindet damit die Erinnerung an die Vergangenheit mit dem gemeinschaftlichen Engagement für das Dorf.
Zum Künstler: Hans Kordes, Jahrgang 1965, kommt aus Verl-Kaunitz. Sein beruflicher Hintergrund liegt im Maschinenbau und in der Metallbautechnik; 1996 machte er sich selbstständig. Aus seiner handwerklichen Arbeit entwickelte sich die künstlerische Beschäftigung mit Stahl. Unter dem Namen „stahl-zeit“ gestaltet er Skulpturen und Gartenobjekte. Korrodierte Oberflächen sowie das Zusammenspiel von Form, Licht und Schatten kennzeichnen seine Arbeiten.