Dörentrup (red). Von der Brachfläche zum Begegnungsort: Aus dem ehemaligen Genossenschaftsgelände in Dörentrup wird multifunktionaler Platz. Der Spatenstich in dieser Woche markierte den Beginn der Umgestaltung zu einem Projekt im Rahmen des integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes.
Die Fläche lag lange brach, nun wird sie neu belebt: Sie wird zu einem attraktiven Treffpunkt für Bürgerinnen und Bürger umgestaltet. Mit dem Spatenstich beginnt ein Projekt, das die Gemeinde nachhaltig aufwertet und einen Ort des Austauschs, der Begegnung und des Miteinanders schafft.
Geplant ist, die Fläche in eine vielseitig nutzbare Multifunktionsfläche zu verwandeln. Bei der Gestaltung werden funktionale, ökologische und gestalterische Aspekte miteinander verbunden. Die Hauptfläche von rund 450 Quadratmetern wird mit einem ökologischen Pflaster versehen, das unterschiedliche Begrünungsgrade aufweist. So entsteht ein Belag, der robust und umweltfreundlich ist.
Im westlichen Bereich wird das Gelände um etwa 50 Zentimeter angehoben und mit einer umlaufenden Betonbank eingefasst, die als großzügige Sitzgelegenheit dient. Die erhöhte Fläche wird als Staudenbeet gestaltet und mit einem Sichtschutz zu den angrenzenden Gebäuden versehen. Zur Straße hin entstehen unterschiedlich gestaltete Rasenflächen, die den bestehenden Bäumen mehr Entfaltungsraum bieten.
Ein Beleuchtungskonzept sorgt zudem dafür, dass der Platz auch in den Abendstunden einladend und sicher bleibt. Durch gezielte Lichtpunkte werden Sitzbereiche und Pflanzeninseln stimmungsvoll hervorgehoben.
Die neue Fläche bietet Raum für vielfältige Nutzungen – von kleinen Märkten über Stadtteilfeste bis hin zu spontanen Begegnungen. „Mit dem heutigen Spatenstich beginnt etwas Neues – aus einer brachliegenden Fläche wird ein lebendiger Treffpunkt für alle Generationen. Hier soll ein Ort entstehen, an dem man sich begegnet, ins Gespräch kommt und einfach gerne Zeit miteinander verbringt. Ich freue mich sehr, dass wir gemeinsam diesen Schritt gehen und unsere Gemeinde damit noch lebenswerter machen“, betont Bürgermeister Friso Veldink. Das Projekt ist Teil des interkommunalen, integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK) der Städte und Gemeinden Barntrup, Dörentrup und Extertal. Mit diesem Konzept können Städte und Gemeinden ihre Entwicklung nachhaltig und langfristig planen. Es verknüpft verschiedene Themenbereiche wie Wohnen, Verkehr, Umwelt, Wirtschaft und soziale Infrastruktur und bildet somit die Grundlage für eine zukunftsfähige Stadtentwicklung.
Ziel ist es, die Lebensqualität in der Region zu steigern, Kräfte zu bündeln und die Herausforderungen des demografischen Wandels, der Digitalisierung und des Klimawandels gemeinsam zu bewältigen. Das Konzept hat eine Laufzeit von August 2022 bis Dezember 2026 und umfasst zahlreiche Maßnahmen, die sowohl die Ortskerne als auch den ländlichen Raum stärken sollen.
Finanziert wird das ISEK im Rahmen der Städtebauförderung von Bund, Ländern und Gemeinden. Der Fördermittelgeber ist das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen. Durch diese Unterstützung können die Kommunen gezielt in eine nachhaltige Stadtentwicklung investieren und Projekte umsetzen, von denen die Bürgerinnen und Bürger langfristig profitieren. Für das Projekt „Quartiersplatz auf dem ehemaligen LHG-Gelände“ wurden 300.000 Euro als 60-prozentige Anteilsfinanzierung bewilligt.
Mit dem Spatenstich wird sichtbar, was das ISEK Nordlippe in Bewegung setzt: konkrete Veränderungen vor Ort. Das Projekt auf dem Gelände der ehemaligen Lippischen Hauptgenossenschaft steht dabei beispielhaft für das Ziel, aus ungenutztem Raum lebendige Orte zu schaffen.