Kalletal-Kalldorf (rto). Auch in Kalletal wurde der Tag der Deutschen Einheit in diesem Jahr wieder festlich begangen. Den Festvortrag zum 30. Jahrestag der Wiedervereinigung unter der Einheitseiche in Kalldorf  hielt in diesem Jahr Bürgermeister Mario Hecker.

Der Kalletaler Bürgermeister fühlte sich nach eigenen Aussagen davon sehr geehrt, habe er doch einige große Vorbilder gehabt, darunter den verstorbenen Ex-Bürgermister Klaus Fritzemeier, den er sehr bewundert habe.

Doch vor der Festrede Heckers begrüßten noch Wilfried Gerkensmeier und SPD-Ortsversitzender Georg Lätzsch die rund 40 Gäste des Festaktes. Lätzsch sagte, man habe lange überlegt, ob die Veranstaltung stattfinden könne, sich dann aber doch dafür entschieden. „Unter der vor dreißig Jahren gepflanzten Eiche ist genug Platz und Luft. Es ist ein wichtiges Ereignis das dann auch gebührend gefeiert werden sollte“, sagte der Ortsvorsitzende.

Bürgermeister Hecker startete seinen Vortrag mit einer kulinarischen Reise durch Deutschland. „Liebe geht durch den Bauch. Auch wenn es zum Beispiel für Brötchen regional andere Begriffe gibt, so meinen wir doch alle dasselbe weil wir ein Land sind und eine Sprache sprechen. Aber es scheint so, als ob es knirscht im Getriebe und wir tatsächlich immer noch nicht zusammen gewachsen sind. Im Gegenteil eventuell möglicherweise sogar dabei sind, wieder auseinander zu driften“, sagte er. Es gebe nicht nur strukturschwache Gebiete im Osten und die Mauer müsse endlich aus den Köpfen der Menschen verschwinden, fügte er an.

Hecker zählte zahlreiche geschichtliche Ereignisse, von den Thesen der Wartburg bis zum dritten Reich auf und meinte, dies alles habe das Land gemeinsam durchstanden. Und die Wiedervereinigung sei ein großer Moment dieser Geschichte.
Wie Georg Lätzsch zu Beginn, war auch der Festredner selbst letztlich der Meinung, dass viele Menschen noch nicht in der Einheit angekommen seien – die jüngere Generation damit aber immer weniger Probleme habe.