Stadt Barntrup (red). Die Stadt Barntrup testet seit Mitte Februar ein manuelles Verfahren zur Ölspurbeseitigung. Ziel ist es, Verschmutzungen schneller und einfacher zu entfernen und gleichzeitig die Freiwillige Feuerwehr zu entlasten, die bislang häufig mehrere Stunden für solche Einsätze gebunden war.
Bislang werden Ölspuren im Stadtgebiet überwiegend durch spezielles Streugut abgestreut. Dies muss anschließend eingekehrt und entsorgt werden, häufig per Hand oder teilweise mit zusätzlichem Einsatz von Kehr- und Reinigungsfahrzeugen. Diese Einsätze nehmen viel Zeit in Anspruch, binden oft über Stunden ehrenamtliche Einsatzkräfte der Feuerwehr und führt zu längeren Einschränkungen für den Straßenverkehr. In einigen Fällen wird die Freiwillige Feuerwehr zusätzlich vom städtischen Bauhof unterstützt.
In anderen Kommunen und Bundesländern wird seit mehreren Jahren erfolgreich eine manuelle Ölspurbeseitigung mit speziellen, flüssigen Reinigungsmitteln angewendet.
Die Stadt Barntrup hat sich im Rahmen der Vorbereitung intensiv mit diesen Verfahren befasst und sich bewusst für eine Testphase entschieden. Im Laufe des Jahres 2026 wird das neue Konzentrat nun eingesetzt, das per Hand aufgesprüht wird und Öl sowie Kraftstoffe direkt löst. „Nach Abschluss der Testphase werden wir die gewonnenen Erkenntnisse gemeinsam mit der Wehrführung und den zuständigen Fachbereichen der Stadtverwaltung sorgfältig auswerten“, so Bürgermeister Borris Ortmeier. „Dabei schauen wir insbesondere auf die Wirksamkeit des Verfahrens, den Zeitaufwand und Materialeinsatz sowie auf mögliche Auswirkungen auf unsere Straßenoberflächen. Auf dieser Grundlage entscheiden wir, ob sich die neue Methode langfristig für Barntrup eignet.“
Das eingesetzte Mittel ist für den Einsatz auf Verkehrsflächen geeignet und sorgt dafür, dass sowohl das Öl als auch das Reinigungsmittel vor Ort auf natürliche Weise abgebaut werden. Eine Entsorgung ist daher nicht notwendig, lediglich Wasser wird zusätzlich benötigt. Zur Vorbereitung der Testphase wurden alle kommunalen Straßen im Stadtgebiet begutachtet und eine seit 2024 bestehende Straßenzustandsanalyse wird genutzt. So können mögliche Veränderungen während sowie nach der Testphase genau nachvollzogen werden. Für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet der Test vor allem: Ölspuren werden künftig möglicherweise schneller entfernt, Straßen sind so früher wieder befahrbar. Die Stadt stellt sicher, dass weder die Umwelt noch Straßenbeläge Schaden nehmen und die Verkehrssicherheit auf einem gewohnt hohen Niveau bleibt.