Barntrup (red). Mit dem Ende November ausgelaufenen Förderprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Ortszentren“ schließt Barntrup ein Projekt ab, das in den vergangenen Jahren spürbare und sichtbare Veränderungen in der Innenstadt angestoßen hat. „Die finanziellen Mittel des Bundes haben entscheidend dazu beigetragen, neue Ideen zu ermöglichen, bestehende Entwicklungen zu beschleunigen und die Aufenthaltsqualität im Zentrum nachhaltig zu steigern“, betont Barntrups Bürgermeister Borris Ortmeier. Nun zieht die Stadt eine rundum positive Bilanz – und schaut optimistisch in die Zukunft.
Ein Herzstück des Programms war die Einführung eines Zentrenmanagers. Björn Strohmeier übernahm diese verantwortungsvolle Rolle und wurde schnell zur zentralen Anlaufstelle für Handel, Gastronomie, Vereine und engagierte Bürgerinnen und Bürger. Mit seiner koordinierenden Tätigkeit gelang es ihm, Projektabläufe zu beschleunigen, Synergien zu schaffen und neue Netzwerke zu knüpfen.
Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf der Vermittlung von leer stehenden Ladenlokalen. Zwar stieß die Leerstandsbeseitigung immer wieder an Grenzen – insbesondere dort, wo Eigentümer trotz Bemühungen keine Vermietung wünschten –, dennoch konnten verschiedene Objekte sinnvoll einer neuen Nutzung zugeführt werden.
Ein weiterer wichtiger Baustein war die fachliche Unterstützung für Geschäfts- und Gewerbetreibende. Mehrere Informations- und Weiterbildungsveranstaltungen gaben Impulse zu Zukunftsperspektiven der Innenstädte.
Den Abschluss bildete im November eine gut besuchte Veranstaltung mit dem Digitalcoach des Handelsverbands NRW. Diese sensibilisierte die Teilnehmenden für den gezielten Einsatz von Social Media im geschäftlichen Alltag. Bereits am Veranstaltungsabend wurde über eine Fortsetzung im kommenden Jahr diskutiert – diesmal speziell für die Mitglieder des Marketingvereins.
Besonderen Zuspruch erfuhren die zahlreichen neuen Veranstaltungsformate, die während der Projektlaufzeit eingeführt wurden. Sie bereicherten nicht nur das kulturelle Angebot, sondern führten Menschen aller Altersgruppen zusammen. Das offene Marktplatz-Frühstück entwickelte sich zu einem beliebten Treffpunkt für Bürgerinnen und Bürger. Das Sommerprogramm „Umsonst & Draußen“ lockte mit offenen Bühnen, Musik, Kultur unter freiem Himmel und vielfältigen Aktionen, die das Leben in der Innenstadt spürbar belebten.
Ein Highlight war ohne Zweifel das erste Curling unter der Markthalle – eine besondere Aktion, die in der dunklen Jahreszeit für gute Stimmung sorgte und Teams sowie Freundesgruppen auf spielerische Weise zusammenbrachte.
Zum Abschluss des Programms wurde eine weitere Maßnahme erfolgreich umgesetzt, die langfristige Wirkung entfalten wird: Drei neue zentrale Stromversorgungspunkte wurden im Innenstadtbereich installiert. Diese erleichtern künftig die Durchführung von Veranstaltungen erheblich, reduzieren den organisatorischen Aufwand für ehrenamtliche Helferinnen und Helfer und senken die Kosten, da aufwendig installierte Übergangslösungen entfallen.
Bürgermeister Borris Ortmeier zieht ein überaus positives Fazit der Förderphase: „Das Programm war ein großer Erfolg für unsere Stadt. Wir haben neue Impulse setzen können – und gezeigt, dass sich auch in kleinen Städten vieles bewegen lässt.“
Besonders die hohe Beteiligung und die positiven Rückmeldungen aus der Bürgerschaft bewertet Ortmeier als wichtigen Ansporn: „Unser Ziel ist es, erfolgreiche Veranstaltungsformate wie die Marktplatzfrühstücke die Freitagsabendaktionen oder das Curling auch in Zukunft fortzuführen. Die Menschen in Barntrup haben gezeigt, dass sie diese Angebote schätzen – und genau das motiviert uns, die Innenstadt weiterhin aktiv zu gestalten.“
Auch wenn es der Stadt Barntrup auf Dauer und ohne finanzielle Unterstützung von Dritten nicht möglich ist, das Zentrumsmanagement in einer bisherigen Größenordnung weiterzuführen, wird sich die Stadt weiterhin aktiv für ein lebendiges Zentrum einsetzen und alle sich bietenden Möglichkeiten zur Verbesserung nutzen.
Mit dem erfolgreichen Abschluss des Förderprogramms endet eine Etappe – aber keine Entwicklung. Denn das in den vergangenen Jahren entstandene Engagement, die neuen Netzwerke und die erprobten Formate bilden eine solide Basis für die Zukunft einer lebendigen, attraktiven und gemeinschaftlich getragenen Barntruper Innenstadt.