Kalletal (red). Der Bereich Wasserwirtschaft und Abwasser in der Kalletaler Gemeindeverwaltung steht in den kommenden Jahren vor großen Herausforderungen. Zu den zentralen Aufgaben zählt die konsequente Umsetzung und Abarbeitung des Abwasserbeseitigungskonzeptes. Darüber hinaus gewinnt die Sicherstellung einer krisensicheren Trinkwasserversorgung zunehmend an Bedeutung. Ein weiterer wesentlicher Schwerpunkt wird die Übernahme des Wasserbeschaffungsverbandes Hohenhausen sein. Innerhalb dessen Versorgungsnetzes stellt insbesondere die Sanierung eines Hochbehälters eine der größten und bedeutendsten Maßnahmen dar.
„Leider scheiden im Laufe des Jahres altersbedingt langjährige und sehr geschätzte Mitarbeitende aus dem Dienst aus“, erläutert Bürgermeister Mario Hecker. Die frei werdenden Stellen sollen daher adäquat nachbesetzt werden, um die Aufgabenwahrnehmung weiterhin in gewohnt hoher Qualität sicherzustellen. Um eine sorgfältige Einarbeitung sowie eine reibungslose Übergabe zu gewährleisten, schreibt die Gemeinde Kalletal die entsprechenden Stellen jetzt frühzeitig aus, unter anderem auch die des Leiters des Wasserwerkes (siehe Stellenanzeigen in dieser Ausgabe).
Was sind nun die wesentlichen Aufgaben der nächsten Jahre?
Beispielhaft sei hier genannt, dass der Rat der Gemeinde Kalletal im vergangenen Dezember einstimmig die 7. Fortschreibung des Abwasserbeseitigungskonzeptes beschlossen hat. Was sich zunächst unspektakulär liest, hat es aber in finanzieller Hinsicht durch aus in sich. Immerhin veranschlagt die Stufe I im Zeitraum von 2026 bis 2031 Kosten in Höhe von 10.060.000 Euro und in der Stufe II im Zeitraum von 2032 bis 2037 Kosten in Höhe von 10.750.000 Euro, in der Summe folglich 20.810.000 Euro.
Im Januar fasste der Rat zudem den Beschluss, dem in Liquidation befindlichen Wasserbeschaffungsverband Hohenhausen ein Darlehen zu gewähren bzw. eine Bürgschaft zur Absicherung der Liquidität in Folge der Sanierung des Hochbehälters in Höhe von 800.000 Euro zu übernehmen. Der Verband soll in diesem Jahr durch die Gemeinde übernommen werden, die technische Betriebsführung hat sie bereits inne.
„Eine verlässliche Trinkwasserversorgung und eine funktionierende Abwasserinfrastruktur gehören zur elementaren Daseinsvorsorge. Deshalb ist es uns wichtig, personell frühzeitig vorzusorgen und die anstehenden Projekte mit gut ausgebildeten Fachkräften anzugehen. Gleichzeitig danken wir den im Laufe des Jahres ausscheidenden Mitarbeitenden ausdrücklich für ihre langjährige und engagierte Arbeit für die Gemeinde Kalletal“, so der Bürgermeister.