Barntrup (red). In einer Pressemitteilung stellt die Barntruper SPD aktuell klar, dass sie im Zuge der Kommunalwahl am 13.9. keinen der beiden bisherigen Kandidaten für Barntrup – also Amtshinhaber Jürgen Schell und Bürgermeister-Kandidat Borris Ortmeier – unterstützen wird. Zuvor hatte es in den sozialen Medien offenbar geheißen, die SPD unterstütze Borris Ortmeier. 

Die Barntruper SPD ist in Aufruhr wegen ihrer vermeintlichen Unterstützung eines Bürgermeisterkandidaten. Die entsprechende Pressemitteilung von Stefan Altrogge hat unsere Redaktion hierzu erreicht. Er bezieht sich darin auf die Aussage des CDU-Bürgermeisterkandidaten Borris Ortmeier, in der er sich kürzlich offenbar in den sozialen Netzwerken für die Unterstützung der Barntruper SPD im Rahmen seines Wahlkampfes bedankte. Dies habe, so Altrogge, innerhalb der Partei für Verwirrung gesorgt.

Auch wenn es einige Befürworter der Kandidatur des Kalletalers seitens der SPD gebe, so Stefan Altrogge weiter, so seien sich der Ortsverein ebenso wie die Ratsfraktion einig, in der bevorstehenden Kommunalwahl keinen der offerierten Kandidaten für den Chefposten im Rathaus zu unterstützen.

Herr Ortmeier sei in seiner Funktion als „Leader-Manager“ natürlich im Bilde darüber, welche Schwachpunkte die Stadt Barntrup habe. Aus diesem Wissen könne man die nötigen Wahlkampfargumente schöpfen, ohne Barntrup zwingend kennen zu müssen. „Wir streiten nicht ab, dass Borris Ortmeier in gemeinsamen Gesprächen einen durchaus positiven Eindruck hinterlassen hat“, erklärt Norbert Wrede, Vorstandsmitglied der Barntruper SPD.


Auch für den zweiten Kandidaten gebe es keine Unterstützung der Genossen: Der bisherige Amtsinhaber Jürgen Schell werde im Kreis der Sozialdemokraten keine Fürsprecher finden. so die Vertreter der Barntruper SPD. „Herr Bürgermeister Schell konnte die SPD mit seiner Amtsführung in den letzten Jahren leider nicht überzeugen.

Wir hätten einen hervorragenden Kandidaten aus den eigenen Reihen gehabt, der aufgrund seines Bekanntheitsgrades in Barntrup und seiner langen Ratszugehörigkeit für den Job des Bürgermeisters wie gemacht gewesen wäre“, führt der Ortsvereinsvorsitzende weiter aus und spielt auf die angedachte Kandidatur von Hardy Friedrich an, die nicht zuletzt aus beruflichen Gründen ihr Ende finden musste.


Die Barntruper SPD wolle vor allem eins für die Zukunft, so die Genossen: Einigkeit! Somit hielten die Sozialdemokraten an ihrer Entscheidung fest und würden ihre Wähler um Nachsicht bitten, dass man zur kommenden Kommunalwahl keinen eigenen Kandidaten aufstellen möchte. Denn immerhin müsse ein künftiger Bürgermeister nicht nur die Probleme der Stadt kennen, sondern auch seine Bürgerinnen und Bürger.

Für den 13. September 2020 erhofft sich die Barntruper SPD nun, dass sie trotz ihrer Entscheidungsfindung erneut das Vertrauen der Wählerinnen und Wähler gewinnt, um eine gewohnt starke Fraktion im Rat aufstellen und Barntrup damit weiter auf Kurs bringen zu können.