Extertal-Bösingfeld (red). Für die zehn Damen des Handarbeitskreises in Extertal hat der Endspurt längst begonnen: Bis Weihnachten stricken sie wieder hochwertige Socken, Mützen oder Schals im Akkord.
In der Zeit vom 7. November bis zum 19. Dezember werden jeden Freitag von 9 bis 13 Uhr die Ergebnisse ihrer Arbeit im Gemeindehaus der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Bösingfeld angeboten, berichtet Melanie Urbanek. Wie in den Vorjahren werden die Verkaufserlöse aus der Adventszeit für soziale, gemeinnützige Projekte „vor Ort“ in Extertal gespendet.
Seit 1971 trifft sich der Handarbeitskreis in Extertal bei Kaffee und Kuchen, sagt Urbanek, die dem Strickkreis seit zwei Jahren angehört und neuerdings auch das Kassenbuch führt. Jeden Montagnachmittag sitzen die Frauen im Gemeindehaus zusammen, stricken oder häkeln Kuscheltiere.
„Nette Unterhaltungen sind uns sehr wichtig und selbstverständlich“, betont die 39-Jährige. Sie spricht von schwankenden Teilnehmerzahlen. „Der Handarbeitskreis möchte wieder wachsen. Die meisten von uns sind schon über 70 Jahre alt“, so Urbanek.
Ein „verkaufsstarkes Wochenende“ sei in der Regel der traditionelle Weihnachtsmarkt in Extertal, der in diesem Jahr vom 28. bis 30. November im Ortszentrum stattfindet. Die strickenden Damen hätten bereits „genug Ware“ produziert“, sagt Melanie Urbanek nicht ohne Stolz. „Bei den Socken sind auch große Größen (ab 45 – 50) erhältlich“. Selbst Sonderbestellungen etwa bei Mützen seien in Form und Farbe möglich, bekräftigt die Expertin. Schon jetzt sei sie gespannt auf den Erlös aus dem diesjährigen Verkauf der handgefertigten Stricksachen.
Großzügige Spenden des Handarbeitskreises in vierstelliger Höhe sind in der Vergangenheit etwa an die Jugendfeuerwehr, die Kindertagesstätten, die Fördervereine von Frei- und Hallenbad oder an die Seniorenheime im Extertal gegangen, heißt es. Urbanek räumt ein, dass die Verkaufserlöse in den vergangenen Jahren leicht rückläufig waren und fügt hinzu. „Wie leben leider in einer Wegwerfgesellschaft, die zunehmend von Konsum und der schnellen Entsorgung von Waren geprägt ist. Zudem nimmt die Wertschätzung für Selbstgemachtes spürbar ab“.
Damit es im Handarbeitskreis erfolgreich weitergeht, sind neue Mitglieder gefragt. Der Strickkreis freue sich deshalb über weitere neue – und gerne auch jüngere – Mitarbeitende. „Wir werden alles tun, um den Kreis aufrechtzuerhalten“, unterstreicht Melanie Urbanek. Als Ansprechperson ist sie zu erreichen unter Telefon 05262/ 9931558 oder 0176/34592324.