Lehrreicher Tag der offenen Tür

Extertal-Bösingfeld (ar). Was die Sekundarschule Nordlippe am Hackemack da kürzlich ihren Besuchern an pfiffig aufgemachter Information bot, war sicherlich für die meisten Menschen, die sich ansonsten nicht so sehr mit dem Thema vielfältiger und ökologischer Landwirtschaft beschäftigen, bunt, lehrreich und informativ.

Da war das Motto „Ackern für die Vielfalt – Teamarbeit in und mit der Natur“ perfekt umgesetzt, und die Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klassen hatten sich voll hineingestürzt, um die unterschiedlichen Themenstellungen auch zu visualisieren. Denn in mehreren Wochen hatten sie die Lernziele, die in dem bundesweiten Schülerwettbewerb „ECHT KUH-L“, der vom Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung jährlich ausgerichtet wird, enthalten sind, in diversen Projekten erarbeitet. Dieser Wettbewerb beschäftigt sich grundsätzlich mit dem Thema Ökoanbau und Fragen rund um nachhaltige Landwirtschaft und Ernährung.

Bereits zum 7. Mal nahmen die Kinder, Lehrerinnen und Lehrer der Sekundarschule Nordlippe an diesem Wettbewerb teil, der jedes Jahr einen anderen Themenschwerpunkt formuliert. Gründliche Vorarbeit war da zu leisten, viele Informationen mussten gesammelt, geordnet und ausgewertet werden.

Und dann war der große Tag da, an dem die Essenz daraus der Öffentlichkeit präsentiert werden sollte. Im weitläufigen Eingangsbereich der Sekundarschule wurden Tische platziert, auf denen handfeste Ergebnisse in Form von Insektenhotels oder gesunder Ernährung aus biologischem Anbau präsentiert wurden, alles garniert mit einer Fülle von Informationen, die auf großen Plakaten aushingen. Die Aufregung, sich derart in der Öffentlichkeit darzustellen, war den Schülerinnen und Schüler anzumerken. Überall liefen sie von Tisch zu Tisch, halfen hier und da, nahmen selbst an den verschiedenen Mitmach-Aktionen teil und hatten ein schier unerschöpfliches Mitteilungsbedürfnis.

Beeindruckend, wie clever und informiert sie Sachinformationen an die Besucher weitergaben und sich dabei voll ihrer Rolle als besser Informierte bewusst waren.

Offensichtlich waren sowohl die „harten“ Lernziele, also die umfassende Kenntnis der jeweiligen Sachgebiete, als auch die „weichen“ Lernziele, nämlich Selbstständigkeit bei der Erarbeitung, der Informationsvermittlung, Bildung der Persönlichkeit und das Arbeiten im sozialen Kontext, komplett erreicht.

Eltern und andere Besucher waren des Lobes voll, wanderten zwischen den Präsentationen hin und her und fanden sich dann zum gemütlichen Plausch in der Cafeteria wieder.

Sicherlich war das gesamte Projekt ein Marathon für Lehrer und Schüler, doch überwiegt wohl letztlich die Zufriedenheit, damit etwas angestoßen zu haben, was noch lange positiv weiterwirken wird.

Bei den Lehrern, weil sie ihre Schüler zu einem tollen Projekt motivieren konnten, bei den Schülerinnen und Schülern, weil sich ihr Projekt als interessant, sinnvoll und sinnstiftend zeigte, was noch lange weiterwirken wird, und bei der Öffentlichkeit, die feststellen darf, dass sich die Jugend um eine Problematik kümmert, die von den Erwachsenen gerne häufiger in den Fokus genommen werden dürfte.