CJD Kindertagesstätte auf naturwissenschaftlichen Pfaden

Extertal-Bösingfeld (ar). Der ganzheitliche Ansatz, unter dem die CJD Kindertagesstätte & Familienzentrum Bösingfeld ihre Kinder Naturwissenschaft erforschen, experimentieren und ausprobieren lässt, zeigte sich am Ende der Aktionswoche zu diesem Thema in vielfältiger Weise.

Ihrem Alter entsprechend nahmen die Kinder an verschiedenen Workshops teil, die eine große Anzahl von Lernzielen auf der Agenda hatten. Da gab es mit „Pisa-Bau“ die Kombination aus Spielen und Bauen, was besonders der Förderung des räumlichen Denkens und der Geschicklichkeit diente, und da gab es „Bewegung und Koordination“, das auf die Förderung der motorischen und sensomotorischen Fähigkeiten abzielte.

Bei „Lichtarchitektur“ erlebten die Kinder durch neue außergewöhnliche Lichtbausteine eine völlig andere Art des Bauens und der Kreativität, die „Lernwerkstatt Wasser“ verfolgte das Erkunden und Beobachten mit Hilfsmitteln wie Flaschen, Trichtern, Schläuchen und Pipetten und bei der „Magnetarchitektur“ sah man, wie planerischen Bauen in Gruppenarbeit zu unterschiedlichen Kreationen mit Magneten führte. Schon etwas komplizierter dann der „Workshop Elektro“, bei dem kleine Stromkreise gebaut und konstruiert wurden.

Dass eine Projektwoche dieser Art möglich wurde, verdankt die Kindertagesstätte einem Förderbetrag in Höhe von 2.275 Euro, der von der Osthushenrich-Stiftung mit Sitz in Gütersloh ausgeschüttet wurde. Und Geschäftsführer Dr. Burghard Lehmann überzeugte sich persönlich von der Effizienz ihrer Zuwendung. Die Osthushenrich-Stiftung fördert in Ostwestfalen-Lippe die Bildung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen und stellt bei einem definierten Bedarf unterschiedlich hohe Geldmittel zur Verfügung. „Dabei arbeitet die Stiftung jedoch nicht operativ,“ erläuterte Dr. Burghard Lehmann, „das heißt, wir gehen nicht auf eine Institution zu, um etwas zu spenden, da muss der Bedarf von denen angemeldet werde.“

Das hieß dann auch für die Kita, dass ein Antrag auf Förderung formuliert und begründet werden musste. Neben der Projektbeschreibung gehört die Zielsetzung des Projektes zu dem Antrag, denn sowohl der Stiftung als auch der Kitaleitung ist an der Messbarkeit des Erfolges und der Nachhaltigkeit gelegen. Hinzu kommt ein Eigenanteil, den die Eltern leisten müssen, denn eine Beteiligung stärkt die Identifikation mit dem Projekt und der Förderidee.

Die Umsetzung des Projektes oblag dem Workshop-Team Stükerjürgen. Und Reinhard Stükerjürgen tat sein Bestes, um die Intention, Kinder so frühzeitig wie möglich an die MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) heranzuführen, auch zu realisieren.

Dass dieses total gelang, merkte man an der Begeisterung, mit der sich die Kleinen voller Elan in die Experimente stürzten.