Kalletal (rr). Vor dem Thema kommunale Wärmeplanung schrecken viele Bürger zurück, befürchten sie doch gravierend negative Auswirkungen auf ihre häusliche Heizung und vor allem für ihren Geldbeutel.
In diesem Zusammenhang ist die Gemeinde Kalletal schon seit 2019 tätig geworden, als sich die Kreise und Kommunen im Regierungsbezirk Detmold gemeinsam zum Klimaschutz bekannt und die Klimakampagne OWL ins Leben gerufen haben. Erst einmal kann man feststellen, dass bestehende Öl- und Gasheizungen bis zum Jahr 2045 betrieben und auch bei Bedarf repariert werden dürfen, also noch fast 20 Jahre.
Die kommunale Wärmeplanung, zu der Kommunen verpflichtet sind, zeigt nun einen Weg auf, die Wärmeversorgung in Kalletal Schritt für Schritt von Öl und Gas auf erneuerbare Energien umzustellen und damit für die Bürger Planungssicherheit zu schaffen.
Jede dritte Heizung ist älter als 20 Jahre und verbraucht mehr Energie als nötig. Hier kann man mit einer Optimierung der bestehenden Heizung bis zu 20 Prozent mehr Effizienz herausholen, doch stellt sich irgendwann sicherlich die Frage nach einer neuen. Und: Je schlechter der Zustand einer Heizung ist, desto mehr lohnt sich ein Austausch auch finanziell. Die Investitionskosten rechnen sich durch sinkende Verbrauchs- und wegfallende Reparaturkosten, und man kann bis maximal 70 Prozent der Kosten für eine neue Heizung Förderung erlangen.
Um gängigen Vorurteilen zu begegnen und statt Mutmaßungen Fakten zu liefern, veranstaltet die Gemeinde Kalletal daher am Donnerstag, 12. Februar, ab 18 Uhr im Bürgerbegegnungszentrum Hohenhausen einen Informationsabend unter dem Thema „Welche Wärme für mein Haus?“. Ziel ist, die Ergebnisse der kommunalen Wärmeplanung und künftigen Wärmeversorgung vorzustellen und den Bürgern Gelegenheit zu geben, mit ausgewiesenen Fachleuten in einen Dialog zu treten.
Moderiert wird die Veranstaltung von Petra Schepsmeier von der NRW.Energy/4climate GmbH, die im Rathaus am Montagmorgen gemeinsam mit Bürgermeister Mario Hecker, Bauamtsleiterin Ewa Hermann und Projektmanager Wolfram Kneist Intention und Ablauf erläuterte.
Einleitend gibt es einen „Helikopterblick“ über die Wärmeversorgung im Kalletal, gefolgt von einem Fachvortrag. Dann wird es sehr konkret mit der Fragestellung „Welche Wärme für mein Haus?“, bei der ein Referent der Firma Vaillant auch speziell auf die „Leittechnik“ Wärmepumpe eingeht.
Zudem sind Macher und Umsetzer ins Publikum eingeladen, die auf individuelle Fragen Antwort geben können. Auch Ansprechpartner der Sparkasse, Volksbank und der Verbraucherzentrale, die in Sachen Finanzierung Auskunft geben, werden anwesend sein.
Im anschließenden Dialog haben Bürger Gelegenheit, in Gesprächen zu überprüfen, ob ihre Sorgen, Ängste und Unklarheiten berechtigt sind oder ob sich nicht doch praktikable Lösungen aufzeigen lassen.