Barntrup (sf). Schleifpapier, Farbe und jede Menge Spaß – das brachten am vergangenen Freitag Schülerinnen und Schüler der Klasse 5d des Städtischen Gymnasiums mit zum Barntruper Kunstpfad.
In der Birkenallee, die zum örtlichen Freibad führt, wollen die kleinen Künstler acht Pfähle renovieren, die im Lauf der Jahre unansehnlich geworden waren. Die Aktion unter der Leitung von Kunstlehrerin Erika Duttenhöfer wird noch jeweils freitags bis zu den Sommerferien durchgeführt. Die Kosten für die Materialien hat die Stadt Barntrup übernommen.
Zum Auftakttermin kamen wetterbedingt bei 30 Grad im Schatten lediglich sechs Schülerinnen und Schüler, die aber mit großem Eifer den Pfählen zu Leibe rückten. Sophia, Johannes, David, Mervan, Matthäus und Moritz schliffen zunächst die alte Farbe ab, bevor sie sich an die Neugestaltung der mannshohen Pfähle machten. Diese waren vor zwölf Jahren zum „Lippischen Alleentag“ aufgestellt und von Barntruper Bürgern bemalt worden. Sie alle sind heute noch namentlich auf einer nahe der Allee aufgestellten Tafel nachlesbar.
Vor der praktischen Arbeit an den Pfählen hatten sich die jungen Künstler einen virtuellen Entwurf für fünf der acht Pfähle gemacht. Dieser zeigt unterschiedliche Motive auf blauem Grund. Die Gestaltung nimmt Bezug auf Europa, denn „wir sind Europa-Schule“, erklärt Duttenhöfer. Friedenstaube, Sterne, farbig gestaltete Hände und die Begrüßung „Hallo“ in sieben Sprachen sowie die Worte Vielfalt, Respekt, Freiheit und weitere Werte prangen demnächst auf den Schmuckpfählen. Kunstpfad-Initiator Wolfgang Redeker war trotz gesundheitlicher Einschränkungen beim Auftakt der Arbeiten anwesend.
Der Kunstpfad
Vor 15 Jahren wurde der Barntruper Kunstpfad eingeweiht. 2023 meldete die Stadt Barntrup den mittlerweile auf 23 Objekte angewachsenen und weit über Lippes Grenzen hinaus bekannten Wanderweg im Deutschen Wanderkalender an. Der Kunstpfad wurde Qualitätswanderweg. Die Lippe Tourismus Marketing GmbH übernahm – allerdings nur die einheitliche Beschilderung.
Für die Instandhaltung ist die Kommune zuständig, die auf ehrenamtliche Helfer und Spenden angewiesen ist. Die seinerzeitigen Initiatoren, allen voran der Barntruper Wolfgang Redeker, der den Kunstpfad entwickelte und größtenteils selbst finanzierte, kann altersbedingt keine Arbeiten mehr durchführen. Bereits vor einem Jahr wurden Helfer und Sponsoren gesucht – bislang mit mäßigem Erfolg.
Wer Interesse hat, sich für den Kunstpfad, diesen einzigartigen Wanderweg zu engagieren, wird gebeten sich bei der Stadt Barntruper unter kunstpfad@barntrup.de zu melden.