Barntrup (rr). Seit 1986 ist der KOMM e. V. in der Barntruper Kellerstraße eine gute Adresse für Kinder und Jugendliche. Der gemeinnützige Verein engagiert sich für die Kinder- und Jugendarbeit in der Region, bietet zahlreiche kulturelle Angebote, die fast jeder kennt.
Und 40 Jahre hatte Uwe Fauck hier die Fäden in der Hand. Der Dipl.-Sozialpädagoge war seit der Gründung des KOMM e. V. im Mai 1985 dabei, wie Thorsten Beckmann, Vorsitzender des Vereins, in seiner Laudatio am Sonntagvormittag erläuterte. Da waren Kolleginnen und Kollegen, ehemalige Weggefährten, Vertreter der Politik und der Verwaltung in das Jugendcafé geladen, um den verdienten Leiter Uwe Fauck nach nunmehr 40 Jahren und vier Monaten in den Ruhestand zu verabschieden.
Sowohl Thorsten Beckmann als auch Bürgermeister Borris Ortmeier würdigten seine Verdienste, denn Uwe Fauck hatte mit dem Kinder- und Jugendzentrum Geschichte geschrieben. Im Laufe der Jahre wurde die Arbeit immer umfangreicher, erstmals wurden Ferienspiele entwickelt, das Jugendzentrum erweiterte sich nach Alverdissen, ein Spielmobil wurde in die Welt gerufen. „Fauck leistete viele Arbeiten, die über den Job hinaus gingen“, sagte Thorsten Beckmann, „und er hatte immer gute neue Ideen, hat Rücklagen geschaffen, die Arbeit weiterentwickelt und die Beziehungen zu Stadt und Kreis gefestigt.“
Der KOMM e. V. entwickelte sich unter Uwe Faucks Leitung zu einer festen Größe. So organisiert der Verein beliebte jährliche Ferienspiele und Ferienprogramme für Kinder aus Barntrup, initiierte Dutzende Kinderkulturprogramme mit Theateraufführungen und Lesungen, richtete Veranstaltungen zum Weltkindertag im Schlosshof Barntrup aus und förderte die Jugendarbeit in Barntrup, indem Überschüsse und Spenden des Vereins regelmäßig in die Jugendarbeit verschiedener lokaler Einrichtungen und Verbände wie etwa der Jugendfeuerwehr flossen.
Im Jahr 1988 wurde das Neue Haus bezogen, nachdem der KOMM e. V. vorher seinen Platz in zwei Kellerräumen im benachbarten Gemeindehaus hatte.
Das Neue Haus erstreckt sich über drei Etagen mit insgesamt 550 Quadratmetern Fläche. Im Eingangsbereich liegt eine moderne Küche. Direkt daneben liegt das Jugendcafé, großzügig mit rund 100 Quadratmetern, ausgestattet mit einer Theke, vier Internetplätzen, Billard, Darts und einer Auswahl an Spielen. Eine kleine Bühne hat schon so manche tolle Performance gesehen. Für den entspannten Alltag gibt es einen Lounge-Bereich mit gemütlichen Sesseln, perfekt zum Fernsehen. Vom Jugendcafé aus gelangt man direkt auf eine schön angelegte lauschige Sommerterrasse.
Auch Sozialpädagogin Veronika Kranz, die vor drei Monaten die Nachfolge als Leiterin angetreten hat, dankte ihrem Vorgänger für seinen Einsatz, seine Herzlichkeit und die schöne, konstruktive Zusammenarbeit. Bevor es dann zum gemütlichen Teil überging, führte LZ-Redakteurin Nadine Uphoff ein Interview mit dem Neu-Ruheständler, bei dem dieser seine KOMM-Zeit noch einmal ausführlich Revue passieren ließ.