Extertal-Bösingfeld (red). Mit mehr als 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, darunter erfreulich viele neue Wanderfreunde, ist die Extertaler Wanderwoche 2026 erfolgreich zu Ende gegangen. Vom 5. bis 9. Oktober führte das Organisationsteam des Heimat- und Verkehrsvereins Bösingfeld die Gruppe auf abwechslungsreichen Touren durch mehrere Mittelgebirge der Region.
Während die ersten Tage von sonnigem Herbstwetter mit angenehmen Temperaturen begleitet wurden, stellte sich zum Ende der Woche auch typisch herbstliches Regenwetter ein. Der guten Stimmung tat dies jedoch keinen Abbruch.
Zum Auftakt am Montag erkundeten die Wanderer das Lippische Bergland rund um Langenholzhausen. Bei strahlendem Sonnenschein genoss die Gruppe die weiten Ausblicke über die herbstlich gefärbte Landschaft. Ein Höhepunkt war der Besuch der historischen Holländerwindmühle in Bentorf, deren Geschichte und Technik fachkundig erläutert wurden. Ein von den Organisatoren liebevoll gedeckter Tisch mit Brötchen, Brot, Wurst und Käse war die Überraschung als Ergänzung zur Rucksackverpflegung, bevor die Tour fortgesetzt wurde. Der gemütliche Abschluss bei Kaffee und Kuchen rundete den gelungenen Start ab.
Am Dienstag führte die Wanderung auf der Drei-Burgen-Route durch das Wesergebirge bei Rinteln. Die Teilnehmer erlebten auf naturnahen Wegen die reizvolle Kombination aus Natur und Geschichte. Besonders die Schaumburg als Ausgangspunkt und Ziel sowie die zahlreichen überlieferten Sagen und Legenden sorgten für großes Interesse bei einer detailreichen, informativen Führung. Die herrlichen Fernblicke im goldenen Herbstlicht machten diesen Wandertag für viele zu einem besonderen Erlebnis.
Der Mittwoch stand ganz im Zeichen des Süntels. Bei erneut sonnigem Wetter meisterten die Wanderer den anspruchsvollen Aufstieg zu den Klippen und der Teufelskanzel am Hohenstein. Die beeindruckenden Felsformationen und die Aussicht über die umliegenden Wälder entschädigten für die Mühen des Anstiegs. Die abwechslungsreiche Strecke durch die waldreiche Landschaft des Süntels wurde von den Teilnehmern besonders gelobt. Die anschließende Einkehr in der Pappmühle zur bayrischen Woche mit besonderen Schmankerln ließ keine Wünsche nach Kaffee und Kuchen aufkommen.
Am Donnerstag zeigte sich das Wetter erstmals von seiner herbstlichen Seite. Regen begleitete die Wandergruppe am Morgen auf ihrer Tour im Wiehengebirge rund um das Kaiser-Wilhelm-Denkmal an der Porta Westfalica. Dennoch ließen sich die Wanderfreunde die gute Laune nicht verderben. Im Verlauf des Tages wurde das Wetter freundlicher, sodass die eindrucksvollen Ausblicke auf den Weserdurchbruch und die zahlreichen kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke ausgiebig genossen werden konnten.
Zum Abschluss am Freitag führte die Wanderung durch das nordlippische Bergland rund um Goldbeck. Obwohl es den gesamten Tag über regnete, war die Beteiligung erstaunlich hoch. Viele Teilnehmer bewiesen echte Wanderbegeisterung und ließen sich vom Wetter nicht abschrecken. Die geschichtsträchtige Strecke entlang historischer Grenzverläufe bot auch unter grauem Himmel reizvolle Eindrücke.
Beim abschließenden geselligen Beisammensein auf der Hohen Asch blickten Organisatoren und Teilnehmer auf eine rundum gelungene Wanderwoche zurück. Extertals Bürgermeister Christian Sauter konnte es trotz umfangreicher Termine kurzfristig einrichten, die Wanderer zu begrüßen und Gespräche mit ihnen zu führen.
Das Organisationsteam des Heimat- und Verkehrsvereins Bösingfeld zeigte sich mit Resonanz und Verlauf der Veranstaltung sehr zufrieden. Besonders die vielen neuen Gesichter lassen hoffen, dass die inzwischen seit über drei Jahrzehnten bestehende Tradition der Extertaler Wanderwoche auch in Zukunft nichts von ihrer Attraktivität verlieren wird. Die Vorfreude auf die Wanderwoche 2027 war bei vielen Teilnehmern bereits deutlich spürbar. Die Veranstaltung soll vom 4. bis 8. Oktober 2027 stattfinden.