Kalletal-Hohenhausen (red). Die Gemeinde Kalletal treibt die städtebauliche Entwicklung der Brachfläche „Ziegelei/Lithkamp/Im Reisental“ in Hohenhausen weiter voran. Der Rat hat in der vergangenen Woche sein einstimmiges Votum dafür abgegeben. In dieser Woche ist bereits der Städtebauliche Vertrag durch Eigentümerin und Gemeinde Kalletal gemeinsam unterzeichnet worden.
Die Gemeinde kann somit die bisherigen Entwicklungsziele trotz der abgelehnten Förderung durch die Landesinitiative „Go4Bauland NRW“ weiterhin verfolgen und die nächsten Planungsschritte einleiten. Damit steigt die Gemeinde in die weitere Überplanung eines ihrer größten derzeit brachliegenden Areale ein. Ziel ist es, eine langfristig tragfähige Perspektive für das Gesamtgelände zu entwickeln.
Dabei sollen unter anderem die Weiterentwicklung der Nahversorgung, mögliche medizinische und gewerbliche Nutzungen sowie ergänzende Dienstleistungs-, Mobilitäts- und Energieangebote geprüft werden. Auch die Verkehrserschließung, die Verbindung zum geplanten Wohnquartier „Eichkamp“, die Einbindung von Wasser- und Freiflächen sowie die Gestaltung des Ortseingangs spielen eine wichtige Rolle.
Ebenfalls stimmte der Rat dem Abschluss eines städtebaulichen Vertrages mit der Eigentümerin der Fläche zu. Der Vertrag, der am vergangenen Montagnachmittag unterzeichnet worden ist, regelt die Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde und der Eigentümerin bei der weiteren Planung. Insbesondere werden die Beauftragung und Abstimmung der erforderlichen Planungsleistungen und Fachgutachten sowie die Übernahme der externen Planungs- und Untersuchungskosten durch die Eigentümerin festgelegt. Damit wird der kommunale Haushalt durch diese Kosten nicht belastet.
Zugleich stellt der Vertrag sicher, dass die Planungshoheit uneingeschränkt bei der Gemeinde Kalletal bleibt. Die Vereinbarung begründet weder einen Anspruch auf die Einleitung oder den Abschluss eines Bauleitplanverfahrens noch auf bestimmte Nutzungen oder ein konkretes Planungsergebnis. Über die weitere städtebauliche Entwicklung entscheidet weiterhin die Gemeinde im Rahmen der vorgesehenen politischen und rechtlichen Verfahren.
Als nächster Schritt wird die Verwaltung das vorliegende Scopingpapier mit der Bezirksregierung Detmold und weiteren zuständigen Stellen abstimmen. Dabei geht es insbesondere um die regionalplanerischen Voraussetzungen für eine zukünftige Entwicklung des Areals. Bei einer grundsätzlich positiven Einschätzung soll anschließend ein städtebaulicher Entwurf beziehungsweise Rahmenentwicklungsplan für das gesamte Gelände erarbeitet werden.
Der Entwurf wird dem zuständigen politischen Gremium erneut zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt, bevor weitere förmliche Planverfahren eingeleitet werden.
Mit dem einstimmigen Beschluss schafft der Rat die Grundlage, die Entwicklung dieser bedeutenden innerörtlichen Fläche systematisch voranzubringen und langfristig neue Perspektiven für Hohenhausen und die Gemeinde Kalletal zu eröffnen.