Schulranzenparty in Extertal macht Vorfreude auf die Schule

Extertal-Bösingfeld (ar). Ein Gebirge von rund 150 Schulranzen wartete in den Räumen der Volksbank auf den Ansturm von Kindern und Eltern, und der brach auch tatsächlich darüber herein. Vor der Einschulung der Kleinsten hatten Maria Noth vom gegenüber liegenden Papierfachgeschäft und ihre Mitarbeiterinnen bereits zum 14. Mal mit der Schulranzenparty die Möglichkeit geschaffen, sich mit Ranzen auszustatten, sich darüber zu informieren und weitere Tipps und Informationen zu erhalten.

Spezielle Schulungen hatten die Mitarbeiterinnen in den Stand gesetzt, auf die kniffeligsten Fragen antworten zu können. Und die Eltern nahmen dies nur allzu gerne wahr. „Der Trend geht in diesem Jahr zu Ranzen, bei denen mehr Wert auf Sichtbarkeit gelegt wird,“ erläuterte Maria Noth, „da sind beispielsweise Applikationen in Tagesleuchtfarben, die das Kind frühzeitig erkennbar machen und dadurch für mehr Sicherheit sorgen.“

An manchen Schulranzen waren Gimmicks in Form von Schiffen oder Sauriern angebracht, die durch Blinken Aufmerksamkeit erregen sollten oder vielleicht den Spaßfaktor steigern können. Das begeisterte vor allem die Eltern, die teilweise aus der weiteren Umgebung wie Barntrup, Sonneborn oder Lemgo angereist waren. Den Weg nahmen sie gerne in Kauf, denn eine solch riesige Auswahl und eine derart dezidierte Beratung bekommen sie nicht überall.

„Die Maße der Ranzen sind etwas kleiner geworden, weil ja die Schülerinnen und Schüler bei der Einschulung immer jünger sind,“ stellte Maria Noth fest und stürzte sich gleich wieder ins Getümmel. Überall wurden den zukünftigen Erstklässlern in die Gurte der Ranzen geholfen, wurden die Riemen gekürzt oder verlängert, insgesamt mit kritischem Elternblick die Passform überprüft.

Am allerbesten konnte das allerdings Ricarda Kuhfuß vom TSV Bösingfeld. Die anerkannte Physiotherapeutin ist im Umgang mit Kindern besonders qualifiziert. Sie weiß, wie ein Ranzen sitzen soll, ohne zu behindern, ohne einzuengen oder das Kind in seiner Bewegungsfreiheit zu behindern. Da wurden an einem Kind verschiedene Modelle ausprobiert, bis schließlich keine Wünsche mehr offen waren, dann konnten die Kinder auf einen kleinen Hindernisparcours gehen, um ihre Motorik im Einklang mit dem Ranzen zu erproben.

Marina Süllwold und Marion Baumert, ebenfalls vom TSV Bösingfeld, hatten diese Teststrecke mit verschiedenen einfachen Hindernissen aufgebaut, und man konnte deutliche Unterschiede bei der Bewältigung durch die Kinder feststellen. Von den ganz Vorsichtigen, die noch die Hilfe der Eltern benötigten, bis hin zu denen, die locker und leicht über die Strecke gingen, war das ganze Spektrum an Bewegungsfähigkeit zu erkennen.

Ganz geschickt und souverän absolvierte Xaver Ribitsch den Parcours. Seine Mutter Olga hatte mit ihm einen Ranzen ausgewählt und mithilfe von Ricarda Kuhfuß für die passenden Einstellungen gesorgt. Damit schien sich der zukünftige Erstklässler so wohlzufühlen, dass er den mit Stolz trug, als habe er das immer schon getan.

Für zahlreiche weitere Informationen rund um das Thema Einschulung sorgten die Volksbank, die R+V-Versicherung und die BARMER Krankenkasse. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gaben gute Tipps, beispielsweise über eine Kindernotfall-App, über die Eröffnung eines Kontos und vieles mehr. In einem Malwettbewerb konnten die Kinder „ihren“ Traum-Schulranzen malen, wofür interessante Preise ausgelobt waren.

Und der Förderverein Grundschule Extertal-Bösingfeld sorgte mit köstlichen Cupcakes für das leibliche Wohl von Kindern und Erwachsenen.