Ein sehr arbeitsreiches Jahr für die Feuerwehr

Extertal (ar). „Was war das denn jetzt, dieses Jahr 2019,“ geriet Mike Bartels, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Extertal, in Fahrt, als er mit Verve in die Jahreshauptversammlung einstieg. In der Gaststätte „Haus Breiding“ hatten sich die Kameraden aus Almena, Bösingfeld, Bremke, Laßbruch, Linderhofe und Silixen versammelt, um die Bilanz des letzten Jahres zu vernehmen, und die fiel gemischt aus.

Das Wachrütteln in Sachen Klima durch Greta Thunberg zeige, „wir sind in der Pflicht.“ Das mache sich beispielsweise an der veränderten Art der Einsätze deutlich. Auch kritisierte er deutlich in Richtung Politik und Verwaltung, „die sämtlichen offene Baustellen im Extertal, denn da hat sich wenig getan.“

Wie sich die Einsätze im letzten Jahr verändert hatten, präzisierte der stellvertretende Wehrführer Robin Brand, indem er darauf hinwies, dass ihre Gesamtzahl sich um 27 Prozent erhöht habe, wobei die Brandeinsätze zwar rückläufig waren, die technischen Hilfeleistungen jedoch um 66 Prozent zunahmen. Vier Waldbrände und das Eingreifen bei Starkregen ließen sich auch auf den Klimawandel mit seinen härteren Wetterphänomenen zurückführen.

So wurden für die 46 Brandeinsätze 4.843 Stunden aufgewendet, für die Hilfeleistungen schlugen 3.511 Stunden zu Buche. Hinzu kamen 2.309 Stunden für Lehrgänge und Seminare, denn die Feuerwehr Extertal soll sich immer bestens ausgebildet ihren Aufgaben stellen.

Andere Dienste, wie etwa Unterrichte, Übungen oder Brandschutzerziehung beanspruchten noch einmal 9.205,5 Stunden. Rechnet man dann noch die nicht aufgeführten Stunden für Dienstversammlungen, Besprechungen sowie Fahrzeug- und Materialpflege dazu, leistet die Feuerwehr Extertal ein unglaubliches Pensum für ihre Mitbürger.

Da ist es äußerst erfreulich, dass sich der Mitgliederstand mit 293 (-1) so gut wie konstant gehalten hat. Die Einsatzabteilung umfasst nunmehr 163 Mitglieder, die Jugendfeuerwehr 43, die Kinderfeuerwehr 28, die Ehrenabteilung 52 und die Unterstützungsabteilung 7 Mitglieder.

Somit ist die Wehr hervorragend aufgestellt und kann dank ihrer guten Jugendarbeit auch zuversichtlich in die Zukunft schauen.

Hier werden die Teilnehmer mit vielen Aktivitäten subtil an das Feuerwehrwesen herangeführt, so dass die Motivation für die Mitwirkung unverändert hochgehalten wird.

Eine knallharte Position bezog der noch stellvertretende und zukünftige Kreisbrandmeister Wolfgang Kornegger. „Die Vorwürfe und die Kampagne gegen den Vorsitzenden des Landesverbandes versauen die Feuerwehr. Da sind persönliche Befindlichkeiten im Spiel.“ Und unter dem Beifall der Anwesenden: „Radikalismus darf in unserer Feuerwehr keine Heimat finden. Die Feuerwehr muss in Lippe für ihren guten Namen sorgen.“

Dann konnte er mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Silber für 25-jährige Zugehörigkeit Marian Kuhfuß, Thomas Atherton und Patrick Behrens auszeichnen. (...)

Weitere Ehrungen & Beförderungen bei der Extertaler Feuerwehr finden Sie in der Fortsetzung auf S. 6