Dörentrup-Wendlinghausen (rr). Das Gelände am neuen Feierwehr-Gerätehaus in Wendlinghausen füllte sich am vergangenen Samstagnachmittag bis zum Bersten. Die dortige Löscheinheit hatte zum Tag der offenen Tür geladen, und viele Bürger nahmen die Gelegenheit wahr, das neue Domizil in Augenschein zu nehmen.

Auch der offizielle Teil durfte nicht fehlen, sollte doch endlich die offizielle Eröffnung in Anwesenheit zahlreicher geladener Gäste stattfinden, obwohl die Wehr es bereits seit längerer Zeit nutzt. Bei schönstem Feierwetter musizierte auf dem Platz der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Detmold, während Bratwurst-, Bier- und Reibekuchenstand reichlich umlagert waren. Zwei große Einsatzfahrzeuge standen zur Besichtigung bereit, und nebenan hatte sich das DRK Paderborn mit einem Infomobil aufgebaut.
Auch das Innere des neuen Gerätehauses konnte besichtigt werden, und man hatte für die Gäste Stehtische und Bierzeltgarnituren aufgebaut. Blauröcke aus vielen Feuerwehren, auch aus der weiteren Umgebung, erwiesen den Wendlinghauser Kameradinnen und Kameraden die Referenz. Man sah die Leitungen der Feuerwehren Lügde, Schieder-Schwalenberg, Barntrup, Blomberg und Detmold, die allesamt mit mehr oder weniger Begleitung angerückt waren. Als spezielle Gäste wurden erwartet Landrat Meinolf Haase, der stellvertretende Kreisbrandmeister Mathias Sprenger, Bürgermeister Friso Veldink und als Überraschung Ina Scharrenbach (CDU), Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen.
So konnte Friso Veldink in seinem Grußwort auf die Entstehung des Feuerwehr-Gerätehauses eingehen. 2021 hatte es einen neuen Brandschutzbedarfsplan gegeben, und man stand vor der Frage, ob man das alte Feuerwehrhaus sanieren oder durch einen Neubau ersetzen solle. Aufgrund der immer höheren Anforderungen an die Feuerwehr, fehlender Standards in Sachen Hygiene sowie neuer Fahrzeuge, für welche das alte Haus nicht mehr genügend Platz bot, entschied man sich für einen Neubau.
Ein Förderantrag über 250.000 Euro wurde gestellt und die Firma Kögel & Nunne aus Bad Meinberg als Generalunternehmer mit Planung und Bau beauftragt. „Politischer Wille trifft auf dynamisches Bauunternehmen, und es ist vieles möglich, wenn man es will,“ unterstrich Daniel Nunne, Prokurist der Baufirma. Ina Scharrenbach betonte, dass das Land NRW in den Jahren 2020/21 extra ein Förderprogramm aufgelegt habe, aus dem die Wendlinghauser Wehr nun mit 250.000 Euro die Förderungshöchstsumme erhalten hatte. „Denn die Feuerwehr hat Zukunft und braucht Zukunft“, sagte sie und erwähnte mit Blick auf die Hilfe bei der Katastrophe im Ahrtal, dass „es viel mehr ist als technische Hilfe, nämlich Zuwendung, Beratung und Schutz.“
Christoph Ungermann, Leiter der Wehr Dörentrup, ließ die Entstehungsgeschichte des neuen Hauses noch einmal Revue passieren und dankte der Gemeinde für die konstruktive und zielorientierte Zusammenarbeit. Er beschrieb den großen Unterschied zwischen dem alten und neuen Gerätehaus und stellte heraus, dass Dinge wie Trennung von kontaminierter Dienstkleidung und privater Kleidung, getrennte Umkleiden und Sanitärbereiche im alten Haus gar nicht möglich gewesen wären.
Nach der formellen Schlüsselübergabe von Daniel Nunne an Einheitsführer Brandinspektor Felix Meyer und dessen Stellvertreter Florian Danger konnte das neue Domizil gebührend gefeiert werden.