Kalletal-Stemmen/Varenholz (red). Wie sollen sich Stemmen und Varenholz in den kommenden Jahren entwickeln? Was macht die beiden Dörfer lebenswert und wo besteht Handlungsbedarf? Mit diesen Fragen startet die Gemeinde Kalletal in die Erarbeitung eines Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) für Stemmen und Varenholz. Wie bereits kurz berichtet, bildet den Auftakt ein Dorfspaziergang am Samstag, 10. Oktober. Treffpunkt ist um 10 Uhr an der Feuerwache Stemmen-Varenholz, Twelte 8.
Das ISEK soll als Fahrplan für die zukünftige Entwicklung von Stemmen und Varenholz dienen. Dafür werden die Stärken und Herausforderungen der beiden Dörfer betrachtet, Entwicklungsziele formuliert und konkrete Maßnahmen erarbeitet. Gleichzeitig schafft das Konzept eine wichtige Grundlage, um für geeignete Projekte künftig Fördermittel, wie aus der der Städtebauförderung beantragen zu können. 2025 fand ein erster Workshop mit Bürgerinnen und Bürgern statt, bei dem zentrale Themen, Stärken und Handlungsbedarfe der beiden Ortsteile erörtert und erste Entwicklungsideen gesammelt wurden. Im Anschluss folgte ein erster Dorfrundgang, bei dem das ausgewählte Thema des Denkmalschutzes direkt vor Ort betrachtet und vertieft wurde.
Auf Grundlage dieser ersten Beteiligungsschritte hat der Rat der Gemeinde Kalletal die Erarbeitung eines ISEK für Stemmen und Varenholz beschlossen. Die Verwaltung hat die cima. Beratung + Management GmbH aus Hannover mit der Erstellung des Konzepts und der Begleitung des Beteiligungsprozesses beauftragt. Die bisherigen Ergebnisse bilden eine wichtige Grundlage für den weiteren Prozess.
Wichtig für das ISEK sind die Erfahrungen und Ideen der Menschen vor Ort. Bei dem Dorfspaziergang möchte die Gemeinde deshalb gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern ausgewählte Bereiche in Stemmen und Varenholz genauer unter die Lupe nehmen. „Die Menschen in Stemmen und Varenholz kennen ihr Dorf am besten. Sie wissen, was gut funktioniert, wo es vielleicht hakt und was sie sich für die Zukunft wünschen. Dieses Wissen möchten wir von Beginn an in den Prozess einbeziehen. Der Dorfspaziergang bietet dafür eine gute Gelegenheit: direkt vor Ort, im gemeinsamen Gespräch und mit einem offenen Blick auf die Entwicklungsmöglichkeiten unserer beiden Weserdörfer“, betont Bürgermeister Mario Hecker.
Der Spaziergang bildet den Auftakt der ISEK-Erarbeitung und der Bürgerbeteiligung. Auch im weiteren Verlauf wird es Möglichkeiten geben, sich mit Hinweisen und Ideen einzubringen. Über weitere Beteiligungsmöglichkeiten wird die Gemeinde im Laufe des Prozesses informieren. Die Ergebnisse der Beteiligung fließen mit fachlichen Analysen in das ISEK und die Entwicklung konkreter Maßnahmen ein.