Barntrup (rr). Der Marktplatz in Barntrup war am Wochenende der Nabel der Welt. Denn schon am Samstagabend war ein Riesenandrang zu verzeichnen, da von den 340 Teilnehmern und 100 Helfern des erstmalig ausgetragenen Holtadipolta-Hindernislaufs zahlreiche Mitwirkende den Weg zum legendären BBQ fanden.
Dies bildet seit sieben Jahren den Auftakt für das eigentliche Fischfest, und dieses Jahr heizte die Partyband „Eine Band namens Wanda“ den Besuchern kräftig ein. Man kennt den Filmklassiker „Ein Fisch namens Wanda“, und damit war die Brücke zum Fischfest hergestellt.
Am Sonntag herrschte schon ab 11 Uhr reichlich Trubel auf dem Marktplatz, auf dem Tische und Bänke platziert, rundherum kleine hölzerne Verkaufsbuden aufgebaut und natürlich ein großer Bierwagen der Firma Fahrenkamp aufgefahren waren. Und es drehte sich vieles um Fisch. Backfisch, gebratenes Lachsforellenfilet, die klassischen Fischbrötchen und Scampi-Spieße wurden angeboten. Das Wirtshaus „Zum Raben“ hatte Matjes mit Bratkartoffeln auf der Speisenkarte, und gegenüber hatte „Jeanny’s Essbar“ Garnelenspieße im Programm. Fisch muss schwimmen, heißt es, und so konnte man sich mit Getränken aller Art versorgen, zumal das sonnige Wetter ebenfalls durstig machte.
Gut auf Fisch eingestimmt, passte die Live-Musik hervorragend. Maritime Klänge aus rauen Männerkehlen intonierten Seemannslieder und Lieder von der Waterkant, da war der Shanty-Chor Bisperode mit seinen zünftig im Fischer-Look gekleideten Personal voll in seinem Element.
Dann war die Bühne frei für die beiden spaßigen Herren aus dem hohen Norden, Lui und Fiete, zwei „Dölmerköppe“, die unterhaltsam und publikumsnah den Schalk im Nacken hatten. Zwischendrin war es dann mal Zeit für einen Nachtisch, für den der leckere Erdbeerkuchen der Bäckerei Fröbrich wie geschaffen war, doch konnten sich die Besucher auch Reibekuchen oder Pizza gönnen.
Beliebt waren Kaffee und Kuchen, die besonders am Nachmittag in Mengen weggingen, und Getränke wie Cocktails, Wein und Pils vom Fass. Man traf Freunde und Nachbarn, aber auch zahlreiche Gäste aus dem Umland genossen das Fischfest, wie man an den Nummernschildern der geparkten Autos feststellen konnte.
Auch Geschäfte des Einzelhandels profitierten von der Veranstaltung, ebenso hatten Teile der Gastronomie und auch die Eisdiele geöffnet. Der Besucherstrom in Richtung Marktplatz riss über den ganzen Tag nicht ab. Das Kinderkarussell war ständig in Betrieb, und vor der großen Hüpfburg von Phoenix Contact tummelten sich die Kids mit verschiedensten Kinderfahrzeugen der „Flotten Lotte“ vom KOMM e. V.. Das nunmehr 27. Fischfest überzeugte in diesem Jahr durch Vielfalt, Abwechslung, seine freundliche Atmosphäre sowie durch die Hinzunahme des Samstags. Da hatte der planende Marketingverein „Für Barntrup e. V.“ anlässlich des 650-jährigen Stadtjubiläums wirklich ganze Arbeit geleistet. Mehr auf Seite 2